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Ein nasser Endspurt

SydbankCup 2017 Ein nasser Endspurt

Das größte Schiff der Flotte, die „Ember Sea“, konnte das Rennen erneut für sich entscheiden und wurde als erster von der „Turm-Crew“ in Empfang genommen. Um 04:47:40 Uhr am Sonntag erreichten sie erleichtert Kiel. Gegen 15 Uhr machten auch die letzten Segler die Leinen im Hafen fest.

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Die siegreiche Crew der Halbtrocken 4.0

Quelle: Point of Sailing Marketing GmbH

Kiel. Als zum Start in Kopenhagen die Sonne schien konnten die Segler noch nicht ahnen, dass die kommenden Stunden das Durchhaltevermögen aller Teilnehmer derartig auf die Probe stellen sollte. Der Wetterbericht schien vielversprechend: Viel Wind von vorne. Ein entspannter Ritt für die Vorschiffsleute, da sicherlich wenig Segelwechsel anstünden. Wäre da nur nicht die heftige Welle, die sich bei der vorhergesagten Windrichtung rund um Mön und Gedser aufgebaut hatte.

Bei solchen Wetterbedingungen braucht es einen starken Zusammenhalt in der Crew, um die seglerische Herausforderung gemeinsam zu meistern, aber es bedarf vielleicht sogar noch mehr Mut und Größe eines Teams abzudrehen und das schlechte Wetter abzuwarten. 21 der 26 in Touborg Havn gestarteten Schiffe passierten Sonntag die Ziellinie am Kieler Leuchtturm. Um viele Erfahrungen reicher und heilfroh es geschafft zu haben, wurde erst einmal Schlaf nachgeholt.

Bevor das Startsignal am Samstagmorgen die Rückregatta einleitete, feierten die Segler beim BBQ im Hellerup Sejlklub am Freitagabend die Sieger der KDY-Trophy von Kiel nach Kopenhagen. Mit reichlich Freibier von der Sydbank sowie Softeis vom BMW und Mini Vertragshändler May & Olde ließen die Teilnehmer den Tag ausklingen. Für einige stand da schon fest, dass sie im nächsten Jahr wieder dabei sein werden. Auch Ulf Hennig von der Sydbank würde im nächsten Jahr gerne wieder mitsegeln. Er zeigte sich beeindruckt von der abwechslungsreichen Regatta und von dem Zusammenspiel innerhalb der Crew. Er betonte noch einmal das besondere Flair der Langstreckenregatta.

In ausgedünnter Runde trafen sich die Teilnehmer am Sonntagabend zur Siegerehrung im KYC-Clubheim in Strande.

„Hinden“ hatte die Nase vorn

Bei den kleinsten Yachten im Feld hatte die „Hinden“ von Jonas Hallberg am Ende wieder die Nase vorn. Er und seine Crew waren schon im vergangenen Jahr erfolgreich dabei. Zweiter in Gruppe 1 wurde Stefan Porath mit seiner Crew von der „Xtortion“. Dritter wurde die „Hot, Wet & Sixty“ mit Skipper Dirk Lohmann. In der Gruppe ORC 2 gewann die „Halbtrocken 4.0“, eine X-41 mit Skipper Michael Berghorn. Zweiter wurde die „Sybank“ mit Sven Christensen, dritte Yacht die „Rarotonga“ mit Christoph Mählmann. Matthias Mier von der „Ember Sea“ nahm den Preis der Gruppe 3 schon fast wieder erholt in Empfang. Es folgten Mathias Müller von Blumencron mit seiner „Red“ und die „Sunbird“ von Norbert Drücker. Die Double Hand-Wertung war auch im zweiten Jahr ein voller Erfolg. Walter Watermann führte mit seiner „X-Day“ den Rückweg an, gefolgt von der „XAR“ von Rikard Roth aus Schweden und Martin Lange mit seiner „Stine“.

Für die schnellste gesegelte Zeit der Hin- und Rückwettfahrt, erhielt die „Ember Sea“ den Carl-Grage-Gedächtnispreis von 1957 (Wanderpeis). Insgesamt benötigte die Brenta 55 nur 42 Stunden und 28 Minuten „Rund Seeland“. Den R.T. Dixon Challengen Cup von 1912 für die schnellste Yacht „Rund Seeland“ nach berechneter Zeit gewann die „Halbtrocken 4.0“. Der Schlüssel zum Erfolg sind laut Skipper und Eigner Michael Berghorn: Disziplin, gute Taktik und ein bisschen Glück. Damit konnte die Crew auch die KYC-Trophy von Kopenhagen nach Kiel ersegeln.
 
Ob die Segler bald wieder in See stechen? Da sind wir uns sicher! Bis dahin kann ein Tag im Trockenen sehr verlockend sein.  
Dank der guten Zusammenarbeit der veranstaltenden Vereine Kieler Yacht-Club und Königlich Dänischer Yachtclub war die beliebte Langstreckenregatta auch 2017 ein tolles Event. Wir freuen uns auf das nächste Mal und danken allen Teilnehmern und Helfern für ihr Engagement!

Von KN-online

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