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Geduld der Kieler Crews wurde belohnt

Junioren-WM Geduld der Kieler Crews wurde belohnt

Viel Sonne, wenig Wind, zwischendurch ein kräftiger Guss: Die Segler der olympischen und paralympischen Bootsklassen mussten sich am ersten Tag noch ganz schön gedulden, ehe sie in die Kieler Woche 2016 starten durften.

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Ganz schön schnell unterwegs (oben): Die Französinnen Marina Lefort (li.) und Lara Granier liegen nach dem ersten Tag der Junioren-Weltmeisterschaft im 470er vorn. Beste Deutsche Crew sind die Kielerinnen Frederike Loewe/Anna Marfort (unten, GER 26) auf Rang vier.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Viel Sonne, wenig Wind, zwischendurch ein kräftiger Guss: Die Segler der olympischen und paralympischen Bootsklassen mussten sich am ersten Tag noch ganz schön gedulden, ehe sie in die Kieler Woche 2016 starten durften. Doch weil der Wind am Nachmittag auffrischte, kamen sie doch noch in den Genuss von je drei Wettfahrten.

Und die liefen für die Kieler Segler gut: Etwas unerwartet legte Max Kohlhoff mit zwei Siegen perfekt los, ließ den dreimaligen Europameister Ivan Gaspic (Kroatien) und Titelverteidiger Deniss Karpak (Estland) hinter sich. Sein Bruder Paul dominierte gemeinsam mit Vorschoterin Carolina Werner die kleine Nacra-Konkurrenz (drei Siege).

Die Junioren-Weltmeisterschaften der 470er begannen für Malte Winkel/Matti Cipra überaus erfolgreich. Nach zwei Siegen in drei Wettfahrten liegen die Kieler auf dem ersten Gesamtrang, profitieren von dem schon nach drei Wettfahrten einberechneten Streichergebnis. Ihnen dicht auf den Fersen sind die Japaner Keiju Okada/Naoya Kimura sowie die Malaysier Mohamad Faizal Norizan/Ahmad Syukri Abdul Aziz (beide drei Punkte). Bei den Juniorinnen haben Frederike Loewe/Anna Markfort (Kiel) auf Rang vier ebenfalls noch alle Trümpfe in der Hand. Während mit den Griechinnen Maria Bozi/Rafailina Klonaridou ein Favoritenteam an der Spitze liegt, ließen die ebenfalls hoch gehandelten Italienerinnen Benedetta di Salle/Alessandra Dubbini schon in der ersten Wettfahrt (Platz 24) kräftig Federn, retteten sich mit einem starken dritten Rennen auf Gesamtrang 12.

Hier finden Sie Fotos der Segelwettbewerbe am 22. Juni.

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Eine Enttäuschung ist das gemischte Feld der 470er außerhalb der Juniorenkonkurrenz, das mit 13 Meldungen auskommen muss. Am ersten Tag starteten sogar nur neun Boote, auch die Olympiafavoriten Mathew Belcher/Will Ryan ließen sich nicht auf der Regattabahn blicken. Zwar segeln die beiden Australier momentan auf der Förde, gaben jedoch an, ihr Material schonen und deshalb nicht am Wettkampf teilnehmen zu wollen. Wenig aussagekräftig führen die deutschen Rio-Starter Ferdinand Gerz/Oliver Szymanski. Im größten olympischen Feld liegt Laser-Segler Philipp Buhl (Plätze eins und vier) auf Rang zwei hinter dem Ungarn Jonatan Vadnai.

Viermal Deutschland an der Spitze heißt es dagegen bei den 49erFX. Auf Platz eins thronen vorerst die Olympiateilnehmerinnen Victoria Jurczok/Anika Lorenz (Berlin/Kiel) vor den Schwestern Ann Kristin und Pia Sophie Wedemayer (Duisburg/Kiel). Auf Platz drei rangiert mit Tina Lutz/Susann Beucke (Holzhausen/Strande) zumindest teilweise Lokalkolorit, ehe auf Platz vier die Kieler Zwillinge Jule und Lotta Görge folgen.

Bei den Männern sucht man die Olympia-Topfavoriten Peter Burling/Blair Tuke beim ersten Blick auf die Ergebnislisten überraschenderweise vergeblich: Die Neuseeländer wurden in der zweiten Wettfahrt wegen eines Frühstarts disqualifiziert, liegen nur auf dem 22. Rang. Am frühen Abend aberkannte die Jury den Kiwis auch den Sieg im ersten Rennen, weil sie nur einen Tracker mit an Bord genommen hatten, revidierte diese Entscheidung später jedoch. Vorn liegen die Kroaten Pavle Kostov/Petar Cupac, hinter den Dänen Jonas Warrer/Andreas Lübeck segelten die Kieler Justus Schmidt und Max Boehme mit einer soliden Vorstellung auf Rang drei. „So kann man in eine Regatta starten“, sagte Schmidt. „Es war nicht einfach, aber wir haben guten Speed.“ Die deutschen Olympiateilnehmer Erik Heil und Thomas Plößel liegen nach einer Frühstart-Disqualifikation nur auf Rang 24.

Deutschlands paralympische Vertreter starteten hervorragend: Im 2.4mR segelte Heiko Kröger zweimal auf Platz eins, hatte mit Platz acht im zweiten Rennen aber einen Ausrutscher nach unten. „Der Wetterumschwung kam genau während des Rennens, und ich war da auf der falschen Seite“, erklärte der Kieler seinen achten Platz. Die Sonarcrew aus Lasse Klötzing, Siegmund Mainka und Jens Kroker behielt mit drei Siegen eine weiße Weste.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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