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Heimvorteil macht Kieler Segler froh

Tageszusammenfassung, 23. Juni Heimvorteil macht Kieler Segler froh

Was für ein Tag in Schilksee: Sonne satt, segelbarer Wind und Kieler Erfolge. Die olympischen Klassen segelten sich so richtig warm für Rio.

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Hart anpacken für die weiße Weste: Carolina Werner zieht den Gennaker für die Vorwindstrecke, Paul Kohlhoff hält den Nacra auf Kurs. Die Kieler haben alle sieben bisherigen Wettfahrten gewonnen.

Quelle: uwe Paesler

Kiel. „Die Bedingungen waren heute wie in Brasilien“, sagte der Neuseeländer Peter Burling, der mit seinem Vorschoter Blair Tuke an die Spitze des 49er-Feldes segelte.

 „Ich genieße die Wärme in diesem Jahr und bin sehr glücklich, dass ich gegen einige starke Teams segeln kann“, sagte der Olympia-Topfavorit, der zum Auftakt am Mittwoch eine Frühstart-Disqualifikation verkraften musste. Nachdem die Kiwis vor Weymouth 2012 hinter Nathan Outteridge/Iain Jensen Silber gewannen, soll in Rio Gold her, die Kieler Woche dient als letzte Trainingsregatta. „Wir hatten eine riesige Kampagne, wollten die Australier unbedingt einholen. Wir haben unsere Leistungen optimiert und versucht, zu dominieren – das klappt gut“, erklärte der 25-Jährige, der auch Skipper des neuseeländischen America’s-Cup-Team ist. Und in der Tat dominieren die Kiwis die Skiffklasse. „Sie sind ja seit 25 Rennen oder so ungeschlagen, sind bei 98 Prozent der Wettfahrten unter den fünf schnellsten Booten auf dem Kurs und machen taktisch, seglerisch und strategisch die wenigsten Fehler“, sprachen die deutschen Olympiateilnehmer Erik Heil und Thomas Plößel ihrem Kotrahenten ein großes Lob aus. In vier Wettfahrten bei Leichtwindbedingungen fuhren die Kiwis mit zwei ersten und zwei zweiten Plätzen von Platz 22 an die Spitze, führen nun vor den Kroaten Kostov/Cupac und den Dänen Warrer/Lübeck. Beste Deutsche im Feld sind weiter die Kieler Justus Schmidt und Max Boehme auf Rang fünf, Heil/Plößel fuhren vor auf den sechsten Platz. „Wir schielen immer ein bisschen rüber zu Peter und Blair, die Jungs sind immer schnell, machen clevere Calls – da kann man sich schon etwas abschauen“, sagte Heil. „Es gibt aber auch Tage, an denen wir schneller sind.“

Hier finden Sie Fotos der Segelwettbewerbe am 23. Juni

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 Bei den Mädels im FX setzte sich die deutsche Dominanz des ersten Tages fort, allerdings wurden die Olympiateilnehmerinnen Victoria Jurczok/Anika Lorenz auf die vierte Position durchgereicht. Nach starken vier Wettfahrten liegen Tina Lutz/Susann Beucke (Chiemsee/Kiel) nun vorn, auf Rang zwei und drei folgen die beiden Schwesterpärchen Ann Kristin und Pia Sophie Wedemayer sowie die Kieler Jule und Lotta Görge.

 Keine Veränderungen an der Spitze gab es bei den Finns. Der Kieler Max Kohlhoff verteidigte trotz einer nicht optimalen Serie 5,11,2 seine Führung gegenüber Philipp Kasüske. Die beiden punktgleichen Deutschen müssen nun allerdings auch in den Rückspiegel schauen: Titelverteidiger Deniss Karpak aus Estland hat nach zwei Tagessiegen nur noch zwei Punkte Rückstand. Bereits vorbeigezogen ist Laser-Segler Philipp Buhl: Deutschlands Olympiahoffnung schnappte sich die Gesamtführung vom Ungarn Jonatan Vadnai. Und auch die Kielerin Pauline Liebig machte im Laser Radial Ernst: Mit einem Sieg in der abschließenden Wettfahrt des Tages überholte sie die Finnin Monika Mikkola.

 Sehr schnell waren am Donnerstag erneut die Kieler Malte Winkel und Matti Cipra, die bei der Junioren-Weltmeisterschaft weiter an der Spitze des 470er-Feldes liegen. „Wir sind super gestartet und wollen das jetzt natürlich halten“, sagte Winkel. „Es geht darum, sich keine Fehler zu erlauben.“ Die Wind-Allrounder haben vor Schilksee natürlich einen Heimvorteil, wenn auch nicht unbedingt seglerisch. „Wir fahren zum Training ja nicht so weit raus wie heute“, sagte Cipra. „Aber das ganze Drumherum ist ein Riesenvorteil, alleine dass wir zu Hause schlafen können. Andere Teams müssen jeden Morgen 30 bis 40 Minuten herfahren.“ Auch in der Konkurrenz der Juniorinnen kommt ein Kieler Team immer mehr in Schwung: Theres Dahnke und Maltes Schwester Birte Winkel verbesserten sich mit zwei Tagessiegen auf Gesamtrang zehn. „Es freut mich natürlich riesig, dass es bei Birte besser gelaufen ist als zum Auftakt. Und es ist auch immer gut, wenn man jemanden hat, mit dem man über die Wettfahrten sprechen kann“, sagte ein glücklicher Bruder. Bestes deutsches Team sind weiter die Kielerinnen Frederike Loewe/Anna Markfort auf Rang drei.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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Tageszusammenfassung, 24. Juni
Foto: Max Kohlhoff verteidigte seine Führung durch zwei zweite Plätze.

Das Spiel des Tages hieß in Schilksee am Freitag Bahnroulette. Wegen einer Gewitterwarnung schickte die Wettfahrtleitung zunächst nur fünf Klassen auf die drei Innenbahnen, um im Fall der Fälle die Förde schnell räumen zu können.

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