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Vadnai ohne Probleme durch Turbulenzen

Laser-U21-WM vor Schilksee Vadnai ohne Probleme durch Turbulenzen

Ein turbulentes Wochenende liegt hinter den mehr als 200 Teilnehmern der Laser-U21-WM vor Schilksee. Weil der Wind am Sonnabend mit bis zu 30 Knoten erbarmungslos blies, brach die Wettfahrtleitung nach einer Wettfahrt ab – am Sonntag gingen die Segler dann mit drei Rennen in die Vollen.

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Der Ungar Jonatan Vadnai wird seiner Favoritenrolle gerecht, liegt nach vier Wettkampftagen der Laser-U21-WM an der Spitze der Konkurrenz.

Quelle: uwe paesler

Kiel. Trotz durcheinanderpurzelnder Einzelergebnisse änderte sich auf den vorderen Plätzen des Gesamtklassements wenig.

 „Ich bin viel geschwommen“, lautete das Sonnabend-Fazit der weiterhin souverän führenden Monika Mikkola im Laser Radial. Die Finnin lag auch im fünften Meisterschaftsrennen vorn, als sie auf der zweiten Kreuz kenterte. Sie rettete ihre Spitzenposition mit Rang vier – und legte am Sonntag gleich wieder unbekümmert los: Mit den Plätzen fünf, vier, zwei baute sie ihre Gesamtführung sogar weiter aus, da ihre Konkurrentinnen deutliche Negativ-Ausreißer zu verkraften hatten. Auch am Sonntag wehte der Wind kräftig, hielt sich bis auf wenige Ausreißer jedoch im Rahmen bis 20 Knoten.

 Vor den beiden Schlusstagen hat die Kieler-Woche-Zweite Mikkola nun 13 Punkte Vorsprung auf die Schweizerin Maud Jayet und 22 auf Maité Carlier aus Belgien – da sie zudem das deutlich beste Streichergebnis aufweist (ein fünfter Platz), kann die 20-Jährige das traditionelle finnische Getränk Sima beinahe schon kaltstellen. Beste Deutsche ist weiterhin Laura Bo Voß, die nach einem guten Freitag am Wochenende mit dem wieder stärkeren Wind zu kämpfen hatte und etwas abreißen lassen musste – dennoch aber noch „einigermaßen zufrieden“ war. Nach vier Ergebnissen außerhalb der Top Ten (21,41,25,43) liegt die Internatsschülerin auf dem 24. Gesamtrang.

 Auch in der Laser-Standard-Konkurrenz scheint gegen die Führenden kein Kraut gewachsen – hier sorgt jedoch der Neu-Kieler Nik Aaron Willim für einen aus deutscher Sicht erfreulichen Blick auf das Tableau: Der 19-Jährige zeigte auch am Wochenende mit der Serie 3,5,11,4 beeindruckende Konstanz und liegt weiter auf dem Bronzerang. Die starken Leistungen beflügeln auch Willim selbst, der bislang konservativ segelte, durch die Mitte startete: „Vielleicht gehe ich in den nächsten Tagen mal etwas mehr Risiko ein und starte von den Seiten“, erklärte er.

 Ab Montag geht es in der Goldflotte um die Medaillen, die beste Ausgangsposition haben die beiden Topfavoriten Jonatan Vadnai (Ungarn) und Joel Rodriguez (Spanien), die nur um einen Punkt getrennt ganz vorn liegen. Vadnai lag am Sonnabend mit seiner Einschätzung des Windes komplett richtig und erntete den Lohn eines Starts ganz am linken Ende der Startlinie. „Ich wartete auf den Linksdreher und konnte dann vor dem ganzen Feld durchsegeln“, erklärte der 18-Jährige, der damit den Spanier überholte. Nun deutet alles auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen an den letzten beiden Renntagen hin.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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Laser-U21-WM
Foto: Das Podest im Visier: Nik Aaron Willim (Kiel) fuhr mit konstanten Leistungen auf Platz drei, setzte sich für den Abschlusstag mit einem Frühstart im ersten Tagesrennen aber unter Druck. Bronze ist immer noch in Reichweite.

Leichte Winde am Montag machten die Laser-U21-WM vor Schilksee endgültig zu einer echten Meisterschaft: Nur, wer alle Bedingungen beherrscht, kann hier den Titel holen. In den beiden Wettfahrten am vorletzten Tag zeigte sich vor allem der Spanier Joel Rodriguez als echter Allrounder.

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