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Pure Eleganz auf der Förde

Klassische 12mR-Jachten Pure Eleganz auf der Förde

Kein Wind am Montagmorgen! Eine Gruppe Segler freute sich. Die Crews der mondänen 12mR-Jachten hatten am Vorabend im Kieler Yacht-Club einen runden Geburtstag gefeiert - das Geburtstagskind war die „Trivia“, die 12mR-Jacht von Wilfried Beeck ist mit ihren 80 Jahren gerade erst im besten Alter.

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Regatta klassischer Segelschönheiten.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Ihr Geburtsjahr 1937, das war die Blütezeit für die gut 20 Meter langen, eleganten Segelschiffe, die Mitte des vergangenen Jahrhunderts die renommierte Trophäe des America’s Cup untereinander aussegelten.

Von 1906 bis 1987 wurden die Rennjachten gebaut. „Viele der ältesten Jachten sind verschollen“, weiß Wilfried Beeck. Er ist nicht nur Eigner der „Trivia“. Er beschäftigt sich auch mit der Geschichte der beeindruckenden Schiffe. „Rund 100 12er-Jachten gibt es noch. Auf der Ostsee segeln etwa 20“, sagt Beeck.

In Kiel waren bei der Geburtstagsfeier die Crews von elf Jachten dabei, denn die Kieler Woche ist für die 12mR der Auftakt zur zweijährigen World Trophy. „Wir haben am Sonntag fünf Wettfahrten geschafft, so dass wir dem windlosen Montag entspannt entgegenblicken“, so Beeck. Allerdings konnten nur neun der elf angekündigten Schiffe beim Trophy-Auftakt mitsegeln.

Die „Thea“, 1912 gebaut, hat gerade in der Robbe&Berking-Reederei in Flensburg einen neuen, leichteren Mast bekommen und ist nicht rechtzeitig fertiggestellt worden. Den mehr als einhundert Jahre alten Mast der „Thea“ trägt nun die 1938 gebaute „Anita“, die als Charterschiff und unter Seglern mit dem „Bummelwert“ fungierte und viele Jahre mit zwei Masten segelte. Mit dem Rigg der „Thea“ ist die „Anita“ wieder solo unterwegs, eine ernstzunehmende Rennjacht und war beim ersten Tag der Trophy mit am Start.

Ebenfalls nicht rechtzeitig in Kiel angekommen ist die „Wings“, ein Schwesternschiff der „Trivia“. Die neuen Eigner, ein skandinavisches Konsortium, haben sie in die Ostsee verlegt, doch das Schiff kam nicht rechtzeitig vom Lkw ins Wasser.

Die World Trophy stellt die Vorbereitung auf den im Juli 2019 in Newport stattfindenden Worldcup dar. Die World Trophy, die offiziell „Road to the world Waypoints“ heißt, soll den Wettbewerb unter den klassischen 12mR rund um die Welt fördern. Ende August treffen sich die Schiffe in Aarhus zum dritten Teil der World Trophy.

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