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Nichts für Leichtwindspezialisten

Laser-U21-WM Nichts für Leichtwindspezialisten

Kräftig und drehend wehte der Wind zum Auftakt der Laser-U21-WM vor Schilksee – zu kräftig für manche Teilnehmer. So kam es im bei den traditionell teilnehmerstarken Laser-Feldern ohnehin schon großen Gedränge an den Tonnen teilweise zu Kuddelmuddel.

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Santiago Sampaio aus Portugal segelte betont unaufgeregt.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Die Favoriten indes hielten sich aus dem größten Trubel heraus, segelten zumeist vorneweg. Nach den ersten beiden Wettfahrten wartet die Ergebnisliste so mit wenigen Überraschungen auf.

 „Für mich war heute ein bisschen zu viel Wind“, sagte Laura Bo Voß, die als einzige Bewohnerin des Sportinternats im Laser Radial am Start ist – der Rest der Stützpunktcrew segelt bei der EM in Tallinn um die Qualifikation zu den ISAF Youth Worlds im Dezember. Die 18-Jährige hat auch mit ihrer Gesundheit zu kämpfen, wird seit der Travemünder Woche von einer Erkältung geplagt. Gerade deshalb war bei den gestrigen Windbedingungen einfach nicht mehr drin als die Plätze 23 und 24, die Gesamtrang 22 bedeuten. Dennoch ist die mit Abstand beste Deutsche im Feld nicht unglücklich. „Es hätte besser laufen können, aber ich bin nicht ganz unzufrieden. Ich habe es ja nicht ganz in den Sand gesetzt, ich kann mit den Ergebnissen in den nächsten Tagen noch arbeiten“, sagte Voß.

 Eine sehr gute Ausgangspostion für den angestrebten Titel verschaffte sich die Favoritin Monika Mikkola, Zweite der diesjährigen Kieler Woche. Die Finnin verbuchte zum Auftakt einen vierten Rang, zeigte in der zweiten Wettfahrt dann ihr ganzes Können und sicherte sich einen unangefochtenen Tagessieg. „Es war heute sehr tricky. Der Wind war böig und drehend“, sagte Mikkola. „Ich hatte einen guten Vorwindkurs, kam nach vorne und verteidigte dann die Führung.“ Sie wird nun versuchen, das Feld von vorne zu diktieren, ihre Gesamtführung auf die Schweizerin Maud Jayet und die Belgierin Maité Carlier beträgt jedoch nur ein Pünktchen.

 In der Laser-Standard-Klasse legten die Favoriten ebenfalls munter los, der Ungar Jonatan Vadnai und der Spanier Joel Rodriguez gewannen ihre Gruppenrennen. Der spanische Weltmeister von 2015 ließ einen zweiten Platz folgen und führt die Gesamtwertung souverän an – Vadnai, der zur Kieler Woche auch Deutschlands Olympiastarter Philipp Buhl mit seinen Leistungen überrascht hat, ist nach einem sechsten Platz im zweiten Rennen Gesamtzweiter, punktgleich mit dem unaufgeregt nach vorn segelnden Portugiesen Santiago Sampaio. Für die deutschen Teilnehmer sprang der Schleswiger Nik Aaron Willim in die Bresche, liegt nach den Plätzen vier und fünf auf Gesamtrang sieben. Seine Konstanz konnten seine Kollegen aus der Segelnationalmannschaft nicht halten: Johann Kohlhoff etwa ließ einem siebten Platz einen 34. folgen, Philipp Loewe wurde nach Platz acht nur 24. „Ich hätte mir das ein bisschen besser erhofft. Aber für den ersten Tag ist das okay. Wir haben noch fünf Tage, da kann noch viel passieren“, sagte auch Max Wilken (Rechlin), Sieger der deutschen Junioren-Meisterschaft 2016, der die Plätze 20 und 16 einfuhr.

 Für den heutigen Freitag können die Leichtwindspezialisten aufatmen, es sind deutlich schwächere Winde vorhergesagt. „Ich bin ganz optimistisch“, sagt deshalb auch Laura Bo Voß, die sich in den nächsten Tagen in Richtung der Top Ten vorarbeiten will. Bis einschließlich Sonntag laufen die Qualifikationsrennen, anschließend geht es in Gold- und Silberflotte weiter.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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Laser-U21-WM
Foto: Das Podest im Visier: Nik Aaron Willim (Kiel) fuhr mit konstanten Leistungen auf Platz drei, setzte sich für den Abschlusstag mit einem Frühstart im ersten Tagesrennen aber unter Druck. Bronze ist immer noch in Reichweite.

Leichte Winde am Montag machten die Laser-U21-WM vor Schilksee endgültig zu einer echten Meisterschaft: Nur, wer alle Bedingungen beherrscht, kann hier den Titel holen. In den beiden Wettfahrten am vorletzten Tag zeigte sich vor allem der Spanier Joel Rodriguez als echter Allrounder.

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