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Willim hat Bronze fest im Blick

Laser-U21-WM Willim hat Bronze fest im Blick

Leichte Winde am Montag machten die Laser-U21-WM vor Schilksee endgültig zu einer echten Meisterschaft: Nur, wer alle Bedingungen beherrscht, kann hier den Titel holen. In den beiden Wettfahrten am vorletzten Tag zeigte sich vor allem der Spanier Joel Rodriguez als echter Allrounder.

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Das Podest im Visier: Nik Aaron Willim (Kiel) fuhr mit konstanten Leistungen auf Platz drei, setzte sich für den Abschlusstag mit einem Frühstart im ersten Tagesrennen aber unter Druck. Bronze ist immer noch in Reichweite.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Der Vorjahresweltmeister brachte sich mit zwei Top-Fünf-Ergebnissen für den Finaltag perfekt in Stellung, sitzt dem Führenden Jonatan Vadnai (Ungarn) bei nur drei Punkten Rückstand kräftig im Nacken. Der Kieler Nik Aaron Willim setzte sich mit einem Frühstart im ersten Rennen selbst unter Druck, ist aber – dem Streicher sei Dank – weiter Dritter. Bei den Laser Radial sicherte sich Monika Mikkola schon am vorletzten Tag den WM-Titel.

„Ich war eigentlich in guter Position, habe dann aber einen großen Fehler gemacht und bin in der Mitte steckengeblieben“, erklärte der unzufriedene Vadnai, warum es in der ersten Wettfahrt nur zu Platz 18 reichte. Trotz einem anschließenden Tagessieg muss in den abschließenden Wettfahrten am Dienstag alles passen, damit sein Traum vom WM-Titel in Erfüllung geht. „Ich darf mir keine Fehler mehr erlauben“, sagte der 18-Jährige, für den es auch kein Trost ist, dass er die U19-Wertung mit großem Abstand anführt. „Ich bin hergekommen, um die U21-Konkurrenz zu gewinnen – aber das wird schwer.“

Die erste Wettfahrt gewann mit Riesenabstand der Brite Jack Aitken, zuvor eher im Mittelfeld unterwegs. „Ich hatte einen schlechten Start, bin dann ganz nach links raus – und als der Linksdreher kam, war ich ganz vorn“, erklärte Aitken, der vor Schilksee um die Kaderförderung im Team GB segelt, dafür Zwölfter werden muss. „Wenn man erst mal vorn ist, ist es leichter, du hast freien Wind und kannst dann dein eigenes Rennen segeln.“ Der Schotte hofft auch für den Abschlusstag auf leichtere Winde. „Ich bin recht leicht, also kommt mir das entgegen.“

Am Schlusstag ist weniger Wind vorhergesagt

Und die Prognose dürfte Aitken positiv stimmen, es ist nur ein laues Lüftchen vorhergesagt. Der Kieler Nik Aaron Willim wird also in langsamerer Fahrt versuchen müssen, Platz drei abzusichern. Am Montag ging er wie angekündigt forscher an die erste Wettfahrt heran – und produzierte gleich einen Frühstart. „Ich werde also doch lieber wieder konservativ segeln“, nahm sich der 19-Jährige grinsend vor. Er will in den letzten Rennen zwar Bronze sichern, dabei aber kein Matchrace fahren. „Ich will auf mich schauen und einfach so segeln wie in den Tagen bisher“, sagte er. „Es war klar, dass die Ergebnisse bei diesem Wind ein bisschen durcheinandergewürfelt werden. Insgesamt bin ich sehr zufrieden“, bilanzierte Willim, der sein zuvor gesetztes Ziel, die Top Ten zu erreichen, bereits übererfüllt hat.

Mikkola hüpfte umher

Freudestrahlend hüpfte Monika Mikkola am Montag durch das Hafenvorfeld. „Es lief sehr gut, auch mit weniger Wind. Ich bin total glücklich“, sagte die Finnin, die kurz nach den Rennen noch nicht wusste, ob es nun tatsächlich schon gereicht hatte. Als alle Ergebnisse feststanden, war dann klar: Mikkola ist uneinholbar vorn, sicherte sich durch ihre konstante Serie mit Platzierungen ausschließlich bis Rang sechs den U21-WM-Titel im Laser Radial. Während die Frohnatur aus Helsinki am Dienstag nur noch für die Galerie segelt, kämpfen die Griechin Vasileia Karachaliou (32 Punkte), die Belgierin Maité Carlier (42) sowie Valentina Balbi (Italien) und Maud Jayet (Schweiz/je 43) um Silber und Bronze. Carlier vergab gestern nach einem Tagessieg eine bessere Ausgangsposition, als sie bei einer Wende ihren Ausreitgurt verpasste und aus dem Boot fiel. Der so eingefahrene 16. Platz ist nun eins ihrer beiden Streichergebnisse. Die Kielerin Laura Bo Voß verbesserte sich bei leichtem Wind auf Platz 19.

Letzter Tag

Am Dienstag schließen zwei Wettfahrten die Weltmeisterschaft ab, ab 17 Uhr werden dann die Medaillengewinner in der Vaasahalle in Schilksee geehrt.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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