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Spektakulärer Segelauftakt mit Schönheitsfleck

Schilksee, 19. Juni Spektakulärer Segelauftakt mit Schönheitsfleck

Der Auftakt in die Kieler Woche 2016 gestaltete sich etwas untypisch: Kein Regen, Temperaturen jenseits der 12 Grad und beständige Winde. Davon profitierten am ersten Wochenende Segler der internationalen Klassen und Besucher im Olympiazentrum.

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Im Hobie 16 segeln Jens Goritz und Mirjam Bayer (vorn) konstant in der Spitzengruppe. Das Duo von Föhr liegt aktuell auf Platz zwei.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Ebenfalls ungewöhnlich: Weder Wolfgang Hunger noch Meike Schomäker liegen im 505er vorn.

„Bis jetzt lief es sehr gut, wir konnten auf allen Bahnen das komplette Programm durchziehen“, resümierte ein zufriedener Organisationsleiter Dirk Ramhorst. Der Regattachef musste allerdings auch einen Negativ-Vorfall melden: Auf der Bahn India überfuhr ein Traditionssegler einen gekenterten 29er, die Skiffsegler konnten sich mit einem Kopfsprung ins Wasser retten. Laut Polizeiangaben wollte der Segler durch zwei Regattafelder hindurchfahren, als das Besansegel riss. Nur unter Großsegel sei die Manövrierfähigkeit eingeschränkt gewesen. Für die unverletzten, aber geschockten Skiffsegler ist die Kieler Woche beendet, ihr Boot ist hinüber.

 Aus sportlicher Perspektive war das erste Wochenende für die Kieler 29er kein schlechtes: Nach zehn Wettfahrten liegen Gwendal Lamay/Luke Willim, Alica Stuhlemmer/Tom Heinrich und Bennet Steffens/Moritz Block auf den Plätzen zwei bis vier, müssen bislang nur den Niederländern Pieter van Leijen/Daniel Bramervaer den Vortritt lassen. Für Lamay/Willim, die im Vorfeld den Kieler-Woche-Sieg angepeilt hatten, dennoch kein ganz optimaler Einstieg.

Hier finden Sie Fotos der Segelwettbewerbe am 19. Juni

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 Einen harten Kampf mit ständigen Führungswechseln durften die Besucher im Olympiazentrum Schilksee am Sonntag auf der großen Leinwand verfolgen: Die Formula18-Katamarane segelten am zweiten Wettkampftag auf der TV-Bahn, dort setzten die Helge und Christian Sach (Zarnekau) ihr Duell mit den Flensburgern Finn Heeg und Merle Baars fort. „Die Konkurrenz ist noch stärker als im letzten Jahr. Wir sind besser gesegelt als sonst und mussten trotzdem mehr kämpfen“, erklärte Helge Sach. Nach sechs Wettfahrten liegen die Ostholsteiner zwei Punkte vor Heeg/Baars, die im Mai vergangenen Jahres aus finanziellen Gründen aus dem Nacra in den F18 umgestiegen sind. „Die Bootsklasse ist sehr attraktiv, mit vielen regionalen Events“, erklärte Heeg. Für die kommenden Tage prophezeite er einen weiter harten Kampf: „Es ist alles möglich.“

 Alles möglich scheint in diesem Jahr zur großen Überraschung auch für die 505er-Konkurrenten der ansonsten übermächtigen Wolfgang Hunger/Julien Kleiner und Meike Schomäker/Holger Jess. Kieler-Woche-Rekordsieger Hunger muss sich auf der Jagd nach Erfolg Nummer 22 bisher mit Gesamtrang zwei begnügen, liegt nach vier zweiten und zwei siebten Plätzen zwei Punkte hinter den Briten Ian Pinnell/Alex Davies auf Rang drei, punktgleich mit dem zweiten britischen Team Andy Smith/Tim Needham. Dieser Dreikampf scheint momentan völlig offen, eingreifen können die Vorjahressieger und Europameister Schomäker/Jess dagegen wohl nicht mehr: Sie liegen nach sechs Wettfahrten auf einem enttäuschenden 15. Rang.

 Ein ebenso enges Rennen an der Spitze liefern sich der Kieler Ulf Kipcke und der Däne Søren Kæestel bei den Folkebooten. Kipcke konnte am Sonntag seinen ersten Tagessieg einfahren und hat den Rückstand auf die Spitze am zweiten Wettkampftag damit auf ein Pünktchen verkürzt. Noch besser läuft es bei den J/24 für Tobias Feuerherdt: Mit gewerteten zwei Siegen, zwei zweiten und einem dritten Platz hat sich der Kieler schon etwas abgesetzt, rangiert acht Punkte vor dem Hamburger Altmeister Frank Schönfeldt.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

 Aus Schilksee berichten:

 Niklas Schomburg, Andreas Kling, Jens Kunkel, Ingolf Haake, Merle Schaack und Uwe Paesler (Fotos)

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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