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KYC-Finaleinzug vor heimischer Kulisse

Segelbundesliga in Kiel KYC-Finaleinzug vor heimischer Kulisse

Packende Rennen bis zum Schluss: Der fünfte Spieltag der 1. und 2. Segelbundesliga in Kiel hatte alles zu bieten. Der Gastgeber vom Kieler Yacht-Club zeigte nach kleinen Anlaufschwierigkeiten eine starke Leistung und segelte ins Finale der besten Sechs – schwebt aber immer noch in akuter Abstiegsgefahr.

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Die 38 Crews der 1. und 2. Bundesliga lieferten sich auf der Förde enge und spannende Duelle direkt vor den Augen der Zuschauer.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Wechselnde Bedingungen von drehendem Leichtwind am Freitag über konstanten Ostwind am Sonnabend bis hin zu böigen und wechselnden Verhältnissen am Sonntag verlangten den 36 Crews der beiden Bundesligen alles ab. Insgesamt mehr als 10.000 Zuschauer an der Kiellinie ließen sich die packenden Rennen in der Innenförde nicht entgehen, sorgten für echtes Arena-Segel-Flair. Kiel war der erste Spieltag der Segelbundesliga, an dem alle geplanten Wettfahrten gesegelt werden konnten. Kein Wunder, dass sich die Veranstalter von Segelbundesliga, Kieler Yacht-Club und Kiel Marketing rundum zufrieden zeigten.

Und zufrieden waren auch die Kieler Segler. „Wir hatten nicht damit gerechnet, ins Finale einzuziehen, daher sind wir mega happy“, sagte der Kieler Steuermann Julian Ramm. „Wir waren unter Druck, aber das haben wir gut gemeistert.“ In der Tat musste im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt ein gutes Resultat her. Mit Platz sechs übertraf die KYC-Crew um Ramm, Hannes Wagner (Taktik), Oliver Lewin (Trimm) und Martin Lewin (Vorschiff) sogar ihr gestecktes Ziel. Doch weil der Lübecker Yacht-Club mit Steuermann Simon Grotelüschen (Olympia-Sechster 2012 im Laser Standard) in Kiel Vierter wurde, ging es für den KYC in der Tabelle einen Platz runter auf 16.

Leichte Verstimmung trotz guter Leistung

„Da segelt man so gut, und dann bringt das für die Tabelle nichts“, sagte Hannes Wagner leicht angesäuert. Der KYC geht auf einem direkten Abstiegsplatz ins Saisonfinale in Hamburg (27.-29. Oktober), und doch zahlte sich der gute Heimauftritt aus: Zwar zog Lübeck vorbei und ist jetzt 15. (61 Punkte), doch die Kieler (60) vergrößerten den Vorsprung auf den Yachtclub Berlin-Grünau (70) und die Seglervereinigung Itzehoe (66) und verkürzten den Rückstand auf Platz zwölf auf fünf Punkte. In Hamburg ist damit alles drin, vom direkten Klassenerhalt bis zum direkten Abstieg.

Und auch, wenn der Kieler Spieltag mit den Plätzen vier und fünf in den Finalläufen nicht ideal zu Ende ging, sollte die Performance Mut machen: Nach mittelmäßigem Auftakttag zogen die Local Heroes am Sonnabend unter anderem mit zwei Tagessiegen richtig an und legten am Sonntag nach, fuhren unter Druck im letzten Rennen einen weiteren Sieg ein. „Mit den drei Tagen und dem Ergebnis können wir sehr zufrieden sein“, sagte Oliver Lewin.

Tutzing sicherte sich den Sieg

Den Spieltagssieg sicherte sich der amtierende deutsche Meister, der Deutsche Touring Yacht-Club aus Tutzing (Starnberger See) vor dem Norddeutschen Regatta Verein aus Hamburg mit Skipper Carsten Kemmling und dem Bayerischen Yacht-Club. „Wir sind sehr glücklich, dass es auch hier wieder geklappt hat“, sagte DTYC-Skipper Julian Stückl. Drei von fünf Events haben die Tutzinger 2016 gewonnen, liegen mit elf Punkten Vorsprung auf den Berliner Verein Seglerhaus am Wannsee vor dem Saisonfinale klar auf Kurs Titelverteidigung. Das Erfolgsrezept der eingespielten Crew? „Es ist wichtig, mit möglichst wenig Emotionen und kühlem Kopf in die Rennen zu gehen“, erklärte Stückl, der in Sachen Meisterschaft dennoch zurückhaltend ist. „Abwarten, wir wollen nicht zu früh feiern.“

Feiern konnten in Kiel die Seglerkameradschaft „Wappen von Bremen“, der Hamburger Segel-Club und der Schweriner Yacht-Club: Sie machten am Finalspieltag der Zweiten Liga den direkten Aufstieg perfekt. Mögliche Relegationsgegner für den KYC sind der Mühlenberger Segelclub (Hamburg), der Potsdamer Yacht Club und der Konstanzer Yacht Club.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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Segelbundesliga in Kiel
Foto: Beim zweiten Tag der Segelbundesliga in Kiel sorgten die Lokalmatadoren für starke Ergebnisse.

Am zweiten Tag des fünften Spieltags kamen die 36 Crews der Ersten und Zweiten Segelbundesliga in Kiel voll auf ihre Kosten. Bei deutlich mehr Wind als am Freitag wurden die Duelle in den Sechser-Rennen noch packender. Und deutlich erfolgreicher für den Kieler Yacht-Club.

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