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Erst Ærø, dann 24 Stunden

Segelwettkämpfe Erst Ærø, dann 24 Stunden

Ungemütlich präsentierte sich das Wetter beim Start des diesjährigen 24-Stunden-Segelns der Wassersportvereinigung Mönkeberg (WVM) und der Möltenorter Seglerkameradschaft (MSK). Dennoch machten sich 24 Crews auf die anspruchsvolle Jagd nach möglichst vielen Seemeilen.

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Die erste von 24 Stunden: In der Kieler Förde kämpften die Crews mit anspruchsvollen bis ungemütlichen Bedingungen.

Quelle: Kay Ermoneit

Kiel. Auch bei der 42. Auflage konnten sie ihre Kurse zwischen 19 erlaubten Zielhäfen im weiteren Bereich der Kieler Bucht – von Fynshav bis Burgtiefe, von Eckernförde bis Lohals – weitgehend selbst bestimmen.

 Die bis tief in die Nacht durchziehenden, teilweise heftigen Schauerböen ließen zwar keine romantische Sommerabend-Stimmung aufkommen, bescherten den Seglern aber schnelle Fahrt, die die meisten Boote bis zu den entfernten dänischen Häfen Mommark, Fynshav/Alsen oder Lohals/Langeland führten. Zurück in deutschen Gewässern und bei herrlichem westlichen Segelwind vermochten einige sogar, die „Nordland-Tour“ zu wiederholen. Insgesamt brachte es die Flotte auf 2543 gesegelte Meilen mit einem Durchschnittsetmal von 127,15 und damit einer bei allen Hafenmanövern erstaunlichen Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,3 Knoten.

 Entsprechend hoch war die Meilenzahl der 20 Heimkehrer, die rechtzeitig die Ziellinie vor Mönkeberg kreuzten. Erfolgreichste Jacht war die „Hinden“, eine JPK 1010, mit Steuermann Jonas Hallberg (Kieler Yacht-Club). Er ersegelte nicht nur 179,5 (berechnet 163,35) Seemeilen und damit auch den Sonderpreis für die schnellste Jacht, sondern auch den Preis der Kieler Volksbank und den Double Hand-Preis. Zusammen mit der „Frisia V“ von Dirk Schrage und der „Taffi“ mit Christoph Jahn gewann er dazu noch den Vereins Cup für den Kieler Yacht Club.

 Zuvor war der Förde Cup mit der Ærø-Rund-Regatta in die neue Saison gestartet. Das Rekordfeld aus 116 Booten machte sich bei idealen Bedingungen in einer hellen Sommernacht mit Winden von drei bis vier Beaufort auf den Weg nach Marstal auf Ærø, bestaunte während des Nachtrennens den Sonnenuntergang und später auch den Sonnenaufgang. Bei aller Naturromantik: Schnellste Jacht auf Hin- und Rückfahrt war die „Needles and Pins“ des Kielers Ulrich Münker, den Gesamtsieg sicherte sich nach berechneter Zeit jedoch die „Harp8“ von Joachim Harpprecht (TSV Schilksee). Die Marstal-Lampe für die schnellste ORC-Jacht ging an Thomas Jungs „Longo Mai“ (Schilkseer Yacht-Club), den Gode-Wind-Jubiläums-Wanderpreis für Yardstick-Schiffe älter als 15 Jahre gewann Martin Rehbehn (SYC) auf der „La Paloma“. Insgesamt zeigten sich alle Segler hochzufrieden mit dem reibungslosen Ablauf der Veranstaltung, in dessen Verlauf es keine Havarie und keine Proteste gab.

 Der in diesem Jahr aus acht Veranstaltungen bestehende Förde Cup wird am 28. August mit der RVO-Regatta des Yacht-Clubs Gode Wind (DZYC) auf Außenförde und Stollergrund fortgesetzt. Neben den ORC- und Yardstick-Jachten gibt es dort einen eigenen Wanderpreis für Folkeboote.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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