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Philip Köster krönt Sylt-Spektakel

Surfen Philip Köster krönt Sylt-Spektakel

Weltmeister Philip Köster hat am Abschlusstag des Windsurf-Weltcups vor Sylt eine Ehrenrunde über Westerland gedreht. Er genoss am Sonntag noch einmal den Blick auf Sylt, wo er seinen vierten WM-Titel im Waveriding gewonnen hatte. Der Kieler Vincent Langer landete beim Slalom-Event auf Platz zwei.

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Windsurf-Weltmeister Philip Koester feiert seinen vierten Titel beim World Cup in Westerland auf Sylt.

Quelle: Frank Molter

Westerland. Neun Tage in Folge hatte sich die schleswig-holsteinische Nordsee mit bis zu acht Windstärken als brachiale Naturgewalt präsentiert. Dabei kredenzte sie dem Windsurf World Cup auf Sylt ein Wettkampf-Spektakel nach dem anderen. Am Sonntag indes war am Brandenburger Strand Entspannung angesagt. Bei strahlendem Sonnenschein und einer kleinen Brise genossen die weltbesten Windsurfer am letzten Event-Tag ihren vorgezogenen Feierabend. Viele strahlende Gesichter bescherte die abschließende Siegerehrung. Vor allem unter den deutschen Teilnehmern.

Philip Köster behält die Nerven

Schafft er es, oder nicht? Und wenn ja, wann? Die Frage, ob Windsurf-Idol Philip Köster nach seiner schweren Knieverletzung seinen vierten Weltmeistertitel würde einfahren können, lag wie ein Damoklesschwert über der 35. Auflage des Windsurf-Klassikers in Westerland. Am vergangenen Mittwoch endlich die Gewissheit: Bei masthohen Wellen behielt Köster mit atemberaubenden Sprüngen die Nerven und schnappte sich bereits mit Platz drei nach der Hinrunde den WM-Triumph. Damit entthronte der 23-Jährige den Spanier Victor Fernandez, dem auch der Gesamtsieg im Wellenreiten der Herren nicht zur Titelverteidigung reichte. „Wenn mir jemand vor vier Monaten gesagt hätte, dass ich diesen Titel in dieser Saison gewinnen kann, dann hätte ich ihn für völlig verrückt erklärt“, meinte Köster, der sich 2011 als 17-Jähriger mit seinem ersten WM-Coup den Beinamen „Windsurf-Wunderkind“ abholte.

Vincent Langer überrascht beim Slalom

Während Kösters Erfolg dem Worldcup eine riesige mediale Aufmerksamkeit bescherte, sorgte ein Kieler für die vermeintliche größte sportliche Überraschung. Nach zwei fantastischen Finalläufen beendete Vincent Langer den Slalom-Event auf Platz zwei. „Ich bin total happy mit diesem Ergebnis und hätte nie gedacht, dass es in diesem absoluten Weltklassenfeld so gut klappt. Die Bedingungen waren sehr schwierig“, erklärte der 30-jährige deutsche Meister. „Ich habe bei jedem Start viel riskiert und das hat sich ausgezahlt.“

Drei weitere Kieler waren im Wellenreiten an den Start gegangen. Bei den Herren Leon Jamaer, im Damenfeld Steffi Wahl und Lina Erpenstein. Während Wahl ihren einzigen World Cup in diesem Jahr auf Rang sechs beendete, fuhr Lina Erpenstein auf Platz vier. „Ich bin sehr glücklich mit meinen Auftritten auf Sylt und der Entwicklung in diesem Jahr“, sagte die 20-jährige Medizinstudentin, die kürzlich aus ihrer Geburtsstadt Aschaffenburg nach Kiel umzog. Den WM-Titel im Wellenreiten der Damen schnappte sich abermals die Spanierin Iballa Moreno. Leon Jamaer hatte eine starke Vorstellung gezeigt und war vor dem Finale nur knapp ausgeschieden. Am Ende stand mit Platz neun eine weitere Top-Ten-Platzierung für den Kieler Profi.

210 000 Zuschauer besuchen World-Cup

Trotz Sturmtief Xavier vermeldete der World-Cup mit 210000 Zuschauern in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord. Wer Glück hatte, wurde zudem Zeuge der artistischen Trickshow der Freesytler. Allen voran Jose „Gollito“ Estredo. Auf Sylt fuhr der Südamerikaner seinen insgesamt achten (!) WM-Titel ein.

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