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Viel Wasser auf dem Wasser

Kieler Woche in Schilksee Viel Wasser auf dem Wasser

29 Grad an Land, 24 auf dem Wasser, 18 im Wasser. Wer am Donnerstag an Land bleiben musste, beneidete die Segler in Schilksee, die der schwülen Luft entgehen konnten.

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Abkühlung an Land: Philipp Loewe nimmt nach der Rückkehr in den Hafen eine willkommene Wasser-Dusche.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Doch auch für die Sportler bedeuteten die Temperaturen eine Extra-Belastung. Beladen mit Wasserflaschen sorgten die Schlauchboote der Trainer für ausreichend Wasserzufuhr auf See.

 Tim Kirchhoff hat Trinkflaschen für vier Laser-Segler geladen. Der Grund: Die Regattabahn liegt so weit draußen, dass die Segler sich nicht zwischen den Wettfahrten an Land versorgen können. Um die sechs Stunden verbringen sie täglich auf dem Wasser. „Dafür packe ich immer drei bis vier Liter Wasser ein“, erzählt Jan Paul Much. Der 18-jährige Strander segelt im schleswig-holsteinischen Landeskader. „Trinken ist extrem wichtig. Ich versuche, einen Liter pro Wettfahrt zu schaffen.“ Manchmal müsse ihn der Trainer ans Trinken erinnern. „Im Neoprenanzug ist man ja immer nass, da merkt man gar nicht, wie viel man ausschwitzt.“ Der Anzug muss sein, ohne wäre das Wasser doch zu kalt.

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 Zwischen den Wettfahrten steuert Much deshalb das Boot von Kirchhoff an. „Trinke ich zu wenig, merke ich, wie die Konzentration nachlässt.“ Auch deshalb hat Kirchhoff immer einen Blick auf seine Schützlinge. „Vor den Wettfahrten sind sie aufgeregt und denken nicht daran. Aber wenn der Durst kommt, ist es schon zu spät. Dann ist man nicht mehr voll leistungsfähig.“ Das böse Erwachen kommt erst am Abend. „Wenn ich zu wenig getrunken habe, kommen die Kopfschmerzen, sobald der Adrenalinspiegel sinkt“, sagt Much.

 Zurück an Land schälen die Sportler sich schnell aus Neoprenanzügen und Jacken. Einige springen noch einmal ins Meer. Anders Philipp Loewe, der sich stattdessen mit Wasser aus der Flasche erfrischt. „Ich will nicht krank werden“, sagt der Berliner. Die professionelle Einstellung der Sportler erleichtert auch der Wasserwacht die Arbeit, die jede Regattabahn mit drei Booten sichert und im Notfall zur Stelle ist. Viermal kam das Notarztboot bislang zum Einsatz. Allerdings nicht wegen der Hitze. „Da gibt es bei Seglern einen Klassiker: Baum vorm Kopf“, sagt Stephan Hild, Leiter der DRK-Wasserwacht Kiel. Auch an Land sind die 130 Helfer von Wasserwacht und DRK im Einsatz, verarzten täglich im Schnitt 15 bis 25 Personen – allein in Schilksee. Am Donnerstag gab es auch einen hitzebedingten Einsatz, der aber glimpflich ausging. Hilds Tipps bei drückend schwüler Luft: „Sonnencreme, viel trinken und auch mal ein schattiges Pläzchen aufsuchen.

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