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Die Tür für Kiel bleibt offen

Volvo Ocean Race Die Tür für Kiel bleibt offen

Am 22. Oktober startet in Alicante das Volvo Ocean Race 2017/18, eine der härtesten Herausforderungen des Segelsports, das die Crews einmal um die Welt bis nach Den Haag führt. Anstelle der niederländischen Stadt hätte Kiel Zielhafen sein können, es fanden Gespräche über dieses Vorhaben statt.

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100 000 Menschen säumten am 9. Juni 2002 die Kieler Förde, als die „illbruck“ über die Ziellinie des Volvo Ocean Race fuhr.

Quelle: Jan Köhler-Kaeß (Archiv)

Kiel. Als 2002 die siegreiche „illbruck“ nach der letzten Etappe des Volvo Ocean Race Kiel anlief, säumten mehr als 100000 Menschen die Förde, Hunderte Boote begleiteten sie in die Innenstadt. Der Zieleinlauf hat die Segelidentität Kiels und Deutschlands nachhaltig geprägt und tut das bis heute. 16 Jahre später hätte das Volvo Ocean Race (VOR) nach Kiel zurückkehren können.

Im Rahmen der Olympiabewerbung Kiels für 2024 gab es diese Überlegung. „Gemeinsam mit dem Land Schleswig-Holstein und den Verantwortlichen des Volvo Ocean Race haben wir Chancen eruiert und die Möglichkeiten geprüft, das Rennen wieder nach Deutschland zu holen“, sagte Axel Bauerdorf, Geschäftsbereichsleiter bei Kiel-Marketing. „Mit einer Olympiabewerbung wären Mittel freigeworden, mit denen das möglich gewesen wäre. Die sind jetzt aber nicht vorhanden.“

Der finanzielle Aufwand für eine Austragung geht in die Millionen, „das ist kein Vergleich zu 2002“, sagte Bauerdorf. Gerüchte, laut denen das Land eine Komplett-Bürgschaft zugesichert habe, wies er als falsch zurück. „Es gab die Idee einer Bürgschaft über eine gewisse Summe, aber das hätte bei weitem nicht für den Gesamtaufwand gereicht.“ Die Gespräche wurden Ende 2015 beendet.

Kontakt pflegen, für Kiel werben

Die Gespräche zwischen VOR und Kiel kamen auch auf Initiative des „German Ocean Racing Team“ zustande. Die Kampagne um Robert Stanjek und Weert Kramer wollte 2017 ein deutsches Team an den Start bringen. Mittlerweile ist es ruhig geworden um das ambitionierte Vorhaben. Einen direkten Zusammenhang zwischen der Absage Kiels und dem Scheitern des Projektes herzustellen, greift zu kurz. Doch die im Inland fehlende Präsenz für Sponsoren spielt dem Aufstellen eines deutschen Teams nicht unbedingt in die Karten.

Das Volvo Ocean Race in Kiel, „das wäre ein Ausrufezeichen“, sagte Bauerdorf. Ausgeschlossen ist das nicht, beide Seiten stehen weiterhin in Kontakt. Bauerdorf wird zur Eröffnung des Volvo Ocean Race nach Alicante fliegen, um den Kontakt weiter zu pflegen und für Deutschland und Kiel als Etappenziel zu werben.

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