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So bereitete sich die Polizei auf Twitter vor
Tatort Kiel

"Tatort" aus Kiel So bereitete sich die Polizei auf Twitter vor

Premiere bei der Landespolizei: Ermittler haben am Sonntagabend parallel zur Ausstrahlung des "Tatort" aus Kiel die fiktive Handlung ganz real bei Twitter begleitet. Neben dem Dialog mit Usern des sozialen Netzwerks war die Mission der Ermittler, über Hintergründe der Polizeiarbeit zu informieren.

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Mehr als neun Millionen Zuschauer sahen den jüngsten Kieler "Tatort". Die Landespolizei bot erstmals zum fiktiven TV-Krimi ein Live-Twitterfeed an, in dem es um ganz reale Fakten zum Thema Cybercrime ging.

Quelle: Christine Schroeder

Kiel. "Das war anstrengend, hat aber auch irre viel Spaß gemacht": So lautet die persönliche Bilanz von Uwe Keller und seinen sieben Kollegen des Landeskriminalamtes und -polizeiamtes nach eineinhalb Stunden Twitter-Dienst. Zum ersten Mal hat die Social-Media-Abteilung einen Kieler TV-"Tatort" im Internet live begleitet. "Für uns war es Neuland, aber es hat sich gelohnt", bilanziert der 54-Jährige.

Der Erfolg lässt sich sogar in nackten Zahlen ausdrücken: Insgesamt 430 000 Twitter-User hat die Landespolizei mit ihrem Account "@sh_polizei" während des Krimis erreicht. Am erfolgreichsten war der Tweet, in dem die Ermittler das Foto eines Roten Buttons mit der Aussage "Den Knopf gibt's wirklich" ins weltweite Netz sendeten. 46000 User reagierten auf den Post, teilten ihn oder verpassten ihm ein virtuelles Herzchen, um die Nachricht zu würdigen.

Intensiv hatten sich die Ermittler in den vergangenen zwei Wochen auf ihr Live-Twittern vorbereitet. "Da die Produktion bei uns im Haus war, um sich über unsere Arbeit zu informieren, wussten wir grob, dass es um das Thema Cybercrime und Darknet gehen wird, entsprechend konnten wir uns inhaltlich vorbereiten", berichtet Keller. Ziel war es, die Gunst der TV-Stunde zu nutzen, die treue "Tatort"-Community bei Twitter passend zur fiktiven Geschichte mit ganz realen Fakten für das Thema Computerkriminalität zu sensibilisieren. Entsprechend wurden Grafiken erstellt und Tipps der Landespolizei vorbereitet.

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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