4 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Reflektierter Umgang erwünscht

Aktionen zur Digitalen Woche Reflektierter Umgang erwünscht

Mangoldt, Kobold, Jacoby: Wer aufmerksam durch die Stadt und den Campus der Christian-Albrecht Universität geht, wird diesen Namen vielleicht schon einmal begegnet sein. Wer wissen will, was es mit den drei Hochschullehrern auf sich hat, der kann das Kieler Gelehrtenverzeichnis um Rat fragen.

Voriger Artikel
Für Haithabu in der Anwaltsrolle
Nächster Artikel
Willkommensgruß zahlt sich aus

Sie waren fasziniert von einer imposanten 360-Grad-Ansicht: Diana Krüger und Patrick Kalb-Rottmann wagten einen Blick durch die Virtual Reality Brille.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Das Onlineangebot bietet umfassende Informationen über Professoren, die von 1919 bis 1965 an der Hochschule lehrten, wie Projektleiterin Karen Bruhn erläuterte.

 Dabei liefert das gemeinsam von Historikern und Informatikern verantwortete Projekt nicht nur die Standardinformationen wie Geburts- und Sterbedatum oder den akademischen Werdegang. Auch Familienstand, Anzahl der Kinder, Mitgliedschaft in Vereinen und Verbänden oder in einigen Fällen Stammbäume können eingesehen werden.

 Das Gelehrtenverzeichnis ist eines von vielen digitalen Projekten, mit denen die CAU sich bei der Digitalen Woche präsentiert. Vorträge, Aktionen und Führungen ermöglichen Interessierten Einblicke in die digitalen Wissenschaft. Auch Torsten Mai nutzt das Angebot. Der Lehrer interessiert sich von Berufs wegen für das Thema. Er arbeitet im Bildungsministerium im Bereich der Beruflichen Bildung. „Ich wollte mir anschauen, was die Hochschulen in Sachen Digitalisierung alles machen.“ Deshalb hat er sich gleich mehrere Veranstaltungen herausgesucht, die er besuchen will. „Da bekommt man selbst auch noch einmal neue Ideen.“ Von der Digitalen Woche ist er begeistert. Denn Digitalisierung biete unter anderem im Bereich des individuellen Lernens viele Entwicklungsmöglichkeiten.

CAU will wieder mit dabei sein

 Auch Vizepräsidentin Ilka Parchmann, zuständig für Wissenschaftskommunikation und Weiterbildung, die das CAU-Programm eröffnete, sieht viele Vorteile für die Hochschulen. „Im Bereich der Forschung ist die Digitalisierung schon gut etabliert und fast selbstverständlich.“ Mit Hilfe von Computerprogrammen könnten enorme Datensätze ausgewertet werden, was die Arbeit erleichtere. „Dadurch werden aber auch neue Erkenntnisse gewonnen“, erklärt sie. Hingegen sieht die Professorin im Bereich der Lehre noch Entwicklungspotential. Sie mahnte dabei aber auch zu einem reflektierten Umgang mit der Digitalisierung an. „Wir verweigern uns ihr nicht, aber behalten uns vor, auch kritisch zu sein.“ Das gelte etwa in der Frage nach der Anwesenheitspflicht von Studierenden in den Veranstaltungen. Auch Parchmann ist von der Digitalen Woche überzeugt. „Das ist eine gute Idee.“ Im Bereich der Uni seien so viele Gespräche angestoßen worden. Bei der nächsten Auflage der Veranstaltung will die CAU auf jeden Fall wieder mit dabei sein.

 Wer sich über die Digitalisierung im Bereich der Hochschulen informieren möchte, hat dazu an der CAU noch heute und morgen die Möglichkeit. Die Vorträge aus Bereichen wie Geschichte, Literatur, Kriminalwissenschaft oder Medizin beginnen an den beiden Tagen um 15 Uhr und dauern jeweils eine Stunde. Ort ist der Klaus-Murmann Hörsaal in der Leibnizstraße 1.

 Ab 14.30 Uhr ermöglicht unter anderem das Helmholtz-Zentrum Geesthacht vor dem Hörsaal mit Hilfe einer Virtual Reality Brille einen Blick in das Leben eines abbaubaren Implantates. Auch das Gelehrtenverzeichnis kann erforscht werden. Die FH lädt heute ebenfalls zu ihrem Digitalen Campus-Tag ein. Dabei können unter anderem im immersiven Labor der FH (Grenzstraße 3, Gebäude C12) neue Formen von Medien, Interfaces, Filmen und Spielen erlebt werden.

Von Dana Kim Hansen

Voriger Artikel
Nächster Artikel
13. Dezember 2017 - Christoph Harke in Mein Leben

Vor knapp zehn Jahren habe ich meinen ersten Nebenjob im Einzelhandel begonnen. Seit dem bin ich aus dieser Branche irgendwie nicht mehr herausgekommen, obwohl ich es mir oft gewünscht hätte. Leider kommt man nirgends schneller und einfacher an einen Job.

mehr
Mehr aus Uni Kiel 2/3