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Anlaufstelle für Familien

Büro an der FH Kiel Anlaufstelle für Familien

Die Fachhochschule Kiel will die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie stärken. Dazu haben Studierende und Beschäftigte einen Leitfaden erarbeitet und im „audit familiengerechte hochschule“ vereinbart. Dieser soll bis 2017 umgesetzt werden.

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Iris Moldenhauer studiert an der FH Kiel. Während sie sich auf Vorlesungen vorbereitet, spielen zwei ihrer vier Kinder, Laura (3,5) und Lars (5), im Eltern-Kind-Raum im Kindergarten des Studentenwerks.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Als erster Schritt hin zu einer familiengerechteren Hochschule wurde das Familienservicebüro gegründet, das Noha Stephanos als Anlaufstelle für alle Hochschulangehörigen koordiniert.

 „Es geht um viel mehr als um reine Betreuung. Die Familie soll für niemanden ein Hindernis sein, an unserer Hochschule zu studieren“, sagt Noha Stephanos, selbst Mutter von zwei kleinen Kindern. Mit der Einrichtung des Familienservicebüros, angegliedert an die Gleichstellungsbeauftragte, sei auch ein Signal gesetzt worden. Ob Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen – alle, die familiäre Verantwortung übernehmen, können sich mit Fragen, Kritik und Ideen an das Büro wenden, das Informationen zu finanziellen und sozialen Hilfsangeboten der Stadt, des Landes und des Bundes bereit hält..

 Mit der Einrichtung eines Eltern-Kind-Raumes in der Kindertagesstätte des Studentenwerks in der Grenzstraße konnte das neue Familienservicebüro bereits eine Maßnahme umsetzen. Kinder können dort spielen, während ihre Mütter oder Väter dort arbeiten. Der Raum ist in Zusammenarbeit mit einer studentischen Initiative des Fachbereichs Soziale Arbeit und Gesundheit entstanden. Asta und Hochschule haben ihn durch Spenden finanziert, Hochschulangehörige das Spielzeug geschenkt. „Wir stehen aber erst am Anfang unserer Arbeit“, sagt Noha Stephanos. Zwar gebe es schon einen Wickel- und Stillraum im großen Hörsaalgebäude. Für den gesamten Campus sei das aber zu wenig. Schrittweise sollen daher zwei weitere Wickelräume angeboten, eine Babysitterbörse wiederbelebt und ein mobiler Spielekoffer angeschafft werden. Ihre Wunschvorstellung: Die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie weitestgehend zu ermöglichen. Dabei könne es helfen, überall auf dem Campus die Möglichkeit zu haben, sich mit Kindern aufzuhalten.

 Wie viele Eltern zurzeit an der FH eingeschrieben sind, steht nicht genau fest. Nach der letzten Erhebung von 2011 (Institut CHE-Consult) gaben 704 (elf Prozent der damals 6451 Studierenden) an, familiäre Aufgaben zu schultern. 58 davon hatten Kinder – aus Sicht von Stephanos überdurchschnittlich viele. Die Zahlen seien aber lückenhaft und sollten mit Blick auf die stetig steigende Studierenden-Zahl (heute bereits mehr als 7000) aktualisiert werden.„Eine familiengerechte Infrastruktur, hofft sie, könne dazu beitragen, möglichst viele kompetente Studierende an die Kieler Fachhochschule zu holen.

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