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„Baltic Thunder“ vom Wind beflügelt

Dritter Platz für FH-Studierende „Baltic Thunder“ vom Wind beflügelt

Wenn ihnen der Wind so richtig ins Gesicht bläst, ist das goldrichtig: Genau das hat vergangene Woche dafür gesorgt, dass das Team „Baltic Thunder“ der Fachhochschule Kiel beim internationalen Wettbewerb „Racing Aeolus“ in Den Helder (Niederlande) den dritten Platz erreichte.

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Gingen mit neuen Rotorblättern in den Niederlanden an den Start: Studierenden und Professoren der Kieler Fachhochschule vom Team „Baltic Thunder“ mit ihrem windgetriebenen Boliden.

Quelle: FH Kiel

Kiel. Angetreten waren dort zehn europäische Teams aus Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, der Türkei sowie ein Team aus Kanada.

Seit 2008 wird dort in jedem Jahr ein Rennen für windbetriebene Fahrzeuge ausgetragen, und die FH ist immer dabei. Beim jüngsten Rennen haben die Studierenden für sich Bestleistungen erzielt. Dank neuer Rotorblätter, die an der Hochschule entwickelt, gefertigt und im Windkanal geprüft wurden, kamen sie richtig auf Tempo. So war die relativ zum Wind gemessene Fahrgeschwindigkeit fast doppelt so hoch wie 2012.

 Jedes Jahr wird das Gefährt weiterentwickelt. Vertraut geblieben ist der äußere Anblick. So dominiert der große Rotor am Heck nach wie vor das von Studierenden mit Unterstützung von Professoren selbst entwickelte und gebaute Fahrzeug.

 2015 möchten die FH-Studierenden mit zwei Wagen an dem Wettbewerb teilnehmen. Während der aktuelle Bolide weiter verbessert werden soll, konstruiert das 15-köpfige Team parallel bereits ein neues Fahrzeug, das zwei ungestört angeströmte Rotoren antreiben sollen.

 „Baltic Thunder“ hat mittlerweile Tradition: Prof. Alois Peter Schaffarczyk hat das Projekt in Kiel 2008 angeschoben, seit 2009 leitet er es gemeinsam mit Prof. Jan Henrik Weychardt. Wettbewerbsidee ist die Konstruktion eines maximal vier Meter langen, zwei Meter breiten und 3,50 Meter hohen Landfahrzeuges mit Rädern, das von einer Rotorkonstruktion angetrieben wird. Nur der Wind dient als Energiequelle.

 In Zeiten der globalen Erwärmung sei es wichtig, die natürlichen Energieressourcen zu schützen und die Energie, die der Natur auf verschiedenste Arten entnommen werden kann, effizient und intelligent umzusetzen, erklärt Prof. Alois Peter Schaffarczyk. Durch eine effiziente Nutzung des Windes werden der Kohlendioxid-Ausstoß gesenkt und regenerative Energien auch wirtschaftlich.

 Aus diesem Hintergrund würden sich Studierende und Professoren der Fachhochschule Kiel der Aufgabe stellen, ein Fahrzeug zu entwickeln, das ausschließlich durch Windenergie angetrieben werden kann – eine echte Herausforderung, die dem Team bei der Tüftelei immer wieder zahllose schlaflose Nächte beschert. Aber auch eine Herausforderung, die Theorie und Praxis eng verknüpft. Alles in allem ist das also ein rasanter Spaß.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)