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Trotz Gegenwind auf Erfolgskurs

FH-Projekt Trotz Gegenwind auf Erfolgskurs

Das studentische Projektteam „Baltic Thunder“ der Fachhochschule (FH) Kiel ist auch im achten Jahr erfolgreich. Mit dem selbst entwickelten und gebauten „Windauto“ verpassten die Kieler bei dem internationalen Wettbewerb Racing Aeolus im niederländischen Den Helder knapp einen Medaillenplatz und wurden Vierte.

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Das Team „Baltic Thunder“ war beim Wettbewerb wieder mit einer Eigenkonstruktion (hier Christoph Preuß am Steuer) dabei.

Quelle: vr: Volker Rebehn

Kiel.  Wie kann die Energie im Wind genutzt werden, um ein Landfahrzeug ohne Fremdmittel wie Verbrennungsmotor, Segel, Pedale oder Batterie anzutreiben? Das sind einige der Bedingungen für den Wettbewerb. Eine andere: Das Fahrzeug muss gegen den Wind fahren. Die jedes Jahr neu zusammengesetzten Kieler Studierendenteams haben seit dem Start des Wettbewerbs 2008 – mit Unterstützung der Professoren Alois Schaffarczyk und Jan Henrik Weychardt – an der Verbesserung ihres Windautos gearbeitet. Mit Erfolg: In dem Feld mit zehn Fahrzeugen aus fünf Nationen erreichten die Kieler diesmal in den unterschiedlichsten Disziplinen vordere Plätze.

 Dabei wurde nach einer kurzen Beschleunigung eine 250 Meter lange Rennstrecke durchfahren – gewertet wurde das durchschnittliche Verhältnis von Fahrt- zu Windgeschwindigkeit in Prozent. In der neuen Disziplin der „Drag Races“, bei der 50 Meter aus dem Stand gefahren werden sollten, wurde der dritte Platz belegt. Das Rennen gestaltete sich als äußerst spannend, da der Kieler Bolide eigentlich für Windstärke sechs ausgelegt ist, der Wind vor Den Helder aber nur mit drei Beaufort wehte. Dank reibungsminimierender Maßnahmen im mechanischen Triebstrang schafften es die Studierenden, trotz des hohen Fahrzeuggewichtes und sich ändernder Windbedingungen zu punkten. Als der Wind kurz vor einem Start etwas auffrischte, passten sie die Rotorblatteinstellungen an und hatten mit 52 Prozent (Fahrt-/Windgeschwindigkeits-Verhältnis) ihren besten Lauf.

 „Baltic Thunder“ kann mit drei dritten Plätzen, einem zweiten und dem jetzigen vierten Rang in den bisherigen acht Wettbewerben auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken“, sagen Schaffarczyk und Weychardt. Die Studierenden hätten neue Ideen entwickelt, um im Racing-Aeolus-Wettbewerb stets oben mitzufahren zu können. So wird das vier Meter lange, zwei Meter breite und mit seiner maximal vier Quadratmeter großen Rotorfläche 3,50 Meter hohe Auto auch 2016 am Wettbewerb teilnehmen. Bis dahin wird ein neues Team an weiteren Verbesserungen arbeiten. Dafür steht ihm ein Etat von 10000 bis 20000 Euro zur Verfügung, der auch Spenden- und Sponsorengelder enthält.

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