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Gemeinsam in die Berufswelt

Firmenkontakttag an der FH Gemeinsam in die Berufswelt

Seit 25 Jahren liegt die Organisation des Firmenkontakttags an der Fachhochschule Kiel (FH) fest in Studentenhand. Es ist zur Tradition geworden, dass erfahrene Teammitglieder die Anfänger anleiten.

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Mit einer Projektion am Bunker-D machen Studenten der FH Kiel auf den Firmenkontakttag aufmerksam.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. In diesem Jahr wurde das 15-köpfige Team mit Sina Reintjes (23) und Sandra Meister (24), die Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation studieren, sowie BWL-Studentin Kristina Permin (21) ins kalte Wasser geworfen. Durch Abschlüsse und Standortwechsel ist derzeit keiner der erfahrenen Organisatoren an der FH. Deshalb sind die Vorbereitungen auf den 2. November für alle Beteiligten absolutes Neuland.

Ganz ohne Erfahrungswerte von Vorgängern zu arbeiten, hat Vor- und Nachteile. „Es wäre einfacher gewesen, wenn wir jemanden dabei gehabt hätten, der das schon einmal gemacht hat“, sagt Sina Reintjes. Aber so habe das Team viel mehr neue Ideen einbringen und die Firmenkontaktmesse ganz nach ihren Vorstellung gestalten können. „Am Ende sind wir stolz, weil wir es wirklich alleine geschafft haben“, so Reintjes.

Messe bleibt immer im Wandel

Medien, Marketing, Location, Finanzen, Catering und Teamleitung: Die jungen Organisatoren haben für alle wichtigen Eckpunkte eigene Untergruppen. Jeder Bereich hat seine Herausforderungen. „Das Location-Team musste wirklich Einrichtungstetris spielen, um jeden Stand unterzubringen“, sagt Kristina Permin. „Schließlich möchte jedes Unternehmen einen besonderen Stand.“ So kurz vor der Veranstaltung packt jeder überall mit an. Gemeinsam müssen Tische für 101 Firmenstände in das Mehrzweckgebäude und das große Hörsaalgebäude geschleppt und tausende Jutebeutel mit Werbemitteln befüllt werden.

Die Messe, die im Fachbereich Wirtschaft mit neun Ausstellern begann, wird seit jeher von Studierenden organisiert. Das war der FH wichtig wie Mentor Gerd Küchmeister betont: „Sie sind näher an ihren Kommilitonen dran, als eine feste Stabsstelle.“ Dadurch könnten sie die Zielgruppe besser erreichen und wissen, welche Fragen die angehenden Akademiker in Bezug auf ihre Zukunft beschäftigt. Dadurch bleibe die Messe immer im Wandel. In den vergangenen Jahren wurde der Nachhaltigkeitsaspekt betont, in diesem Jahr sind zum ersten Mal neun Start-up-Unternehmen aus der Region dabei.

Man muss über seinen Schatten springen

Die Studenten sammeln bei der Organisation wichtige Praxiserfahrungen. Sie lernen Kernkompetenzen wie Teamfähigkeit, Sozialkompetenz und den Umgang mit Stress. Das Zertifikat, das jeder Helfer am Ende der Messe erhält, ist bei Firmen inzwischen bekannt. Und bereits während der Organisation werden wichtige Kontakte geknüpft. „Das ist praktisch. Gerade als einer von vielen BWL-Studenten muss man sich absetzen“, weiß Kristina Permin. Manche Firmen machen dann gleich Nägel mit Köpfen, wie Gerd Küchmeister erlebt hat. „Ach, kommen Sie doch zu uns“, hieß es dann.

Um die Veranstaltung zu bewerben, haben Sina Reintjes und Sandra Meister sich einiges einfallen lassen. Mit einer Animation, die an den Bunker-D auf dem Ostufer projiziert wird, will das Marketing-Team auf die Veranstaltung aufmerksam machen. Dazu hat die Gruppe mit dem Start-up-Unternehmen „Light Instruments Edge“ zusammengearbeitet, das auch auf der Messe vertreten ist. Auch auf ganz klassische Werbemethoden wird zurückgegriffen. In der kommenden Woche gehen Sina Reintjes und die anderen direkt in die Vorlesungen: „Um da vor über Hundert Leuten zu sprechen, muss man erstmal über seinen Schatten springen.“

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