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Tauchgang auf einem Frachter

"MS Wissenschaft" Tauchgang auf einem Frachter

Lust auf Forschungsexpedition und tiefe Einblicke in die Ozeane? Da das Wissenschaftsjahr 2016/2017 sich den Meeren und Ozeanen widmet, schickt das Bundesforschungsministerium das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ nach Kiel.

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Im vergangenen Jahr lag die „MS Wissenschaft“ des Bundesforschungsministeriums in Dresden. Das Ausstellungsthema „Die Stadt der Zukunft“ lockte viele Besucher an Bord des ehemaligen Binnenfrachters.

Quelle: © Ilja C. Hendel

Kiel. Mit an Bord des früheren Binnenfrachters sind zahlreiche Exponate der Kieler Meeresforscher. Die Gäste der „MS Wissenschaft“ tauchen auf 600 Quadratmetern schwimmende Forschungsplattform ein in die Welt der Meere und Ozeane, erkunden Lebensräume wie Küste, Hochsee, Tiefsee oder Eismeer und können einen Blick hinter die Kulissen von Forschungsarbeit werfen. Die Ausstellung „Meere und Ozeane“ zeigt, welche Bedeutung die Weltmeere für das Klima haben, welche Rolle sie als Rohstoffquelle spielen und wie die Ozeane sinnvoll genutzt werden können, ohne sie auszubeuten. Die interaktiven Ausstellungsstücke laden, versprechen die Initiatoren, alle Generationen zum Entdecken und Ausprobieren ein.

Am Kieler Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Geomar ist die Freude groß: Das sei so etwa wie der inoffizielle Auftakt in einem Wissenschaftsjahr, das „uns die Chance bietet, aktuelle Themen aus der Meeresforschung breit auch bis in das Binnenland zu tragen“, erklärt Dr. Andreas Villvock, Meteorologe und Sprecher von Geomar. Nach dem Auftakt in Kiel besucht die „MS Wissenschaft, seit 2012 in Sachen Forschung unterwegs, bis Anfang September insgesamt 35 Städte im Norden Deutschlands, um 2017 auf Wasserstraßen im Süden zu fahren.

Unter den Exponaten, die Geomar präsentiert, ist auch eines, das Besucherinnen und Besucher über einen Sensor ermöglicht, einen kleinen Erdstoß auszulösen. Aus dem Kieler Exzellenzcluster „Zukunft der Ozeane“ kommt das Fischlängenspiel, das Bordgästen vermittelt, wie groß beliebte Speisefische wie Scholle, Hering oder Dorsch sein müssen, bevor sie auf den Teller kommen dürfen. Denn sind sie zu klein, können sie sich nicht fortpflanzen, was den Bestand in Gefahr bringt. „Während die Weltbevölkerung wächst, wird die Größe der gefangenen Fischer immer kleiner“, gibt Villwock zu bedenken. Beim Mitmachspiel ecoOcean gewinnt daher am Ende derjenige, der den Beständen die Chance gibt, sich zu erholen. Das Exponat „Müll im Meer“ zeigt, wie lange es dauert, bis sich Alltagsgegenstände im Meer abgebaut haben. Über die Ausstellung hinaus gibt es am Mittwoch, 4. Mai, von 17 bis 19 Uhr ein „Meet the Scientist“: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erläutern Besuchern an ihren Exponaten die wissenschaftlichen Hintergründe.

Die „MS Wissenschaft“ liegt von 3. Mai bis zum 8. Mai in Kiel an der Hörn und ist täglich von 10 bis 19 Uhr (am 3. Mai ab 14 Uhr) geöffnet. Die Ausstellung ist zentraler Bestandteil des vom Bundesforschungsministeriums ausgerufenen Wissenschaftsjahres 2016/17. Der Eintritt ist frei. Schulklassen können das Schiff nach Anmeldung über das Online-Buchungssystem besuchen. Gruppenanmeldungen auf www.ms-wissenschaft.de/tour.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

18. September 2017 - Silja Kristin Rulle in Campus

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