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Jung, dynamisch und günstig

Studenten als Berater Jung, dynamisch und günstig

Am Anfang stand der Wunsch, theoretisches Wissen aus den Studium in die Praxis umzusetzen und dabei wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Inzwischen hat die Idee von Human Jekan, Mahsum Gören, Abdoul Ba und Aslan Taheri für eine studentische Unternehmensberatung weite Kreise gezogen.

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Wollen ihr Wissen einsetzen und Erfahrungen sammeln: Vivien Schneidereit, Human Jekan, Mona Dieterl, Aslan Taheri, Abdoul Ba und Mahsum Gören (von links) von der studentischen Unternehmensberatung „Conright“.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. „Conright“ ist nicht nur eine offizielle Hochschulgruppe der Kieler Universität, sondern auch ein gemeinnütziger Verein mit rund 30 Mitgliedern verschiedenster Fachbereiche und Nationalitäten. Der Vorteil für Unternehmen: „Wir sind günstig und haben frische Ideen“, fasst Human Jekan zusammen.

 Der 27-Jährige ist Vorsitzender von „Conright“ und studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der CAU. Als „alter Hase“ der Gruppe bringt er schon einige Erfahrung aus Unternehmen mit, doch die Arbeit dort war ihm oft zu theoretisch und starr. „Ich wollte eigene Ideen einbringen, kreativ und flexibel arbeiten“, erklärt Jekan seine Motivation, eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu schaffen. In Mahsum Gören, Abdoul Ba und Aslan Taheri fand er schnell hochmotivierte Mitstreiter. „Das Projekt hat mich begeistert, weil man sich komplett entfalten kann“, sagt Abdoul Ba. Der 23-Jährige studiert ebenfalls Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Elektrotechnik. Für „Conright“ betreut er den Bereich „Presse und Netzwerke“ – eine spannende Aufgabe, findet er. Der angehende Jurist und Kriminalwissenschaftler Taheri will seinen „Kopf einsetzen“. Die formale Vereinsgründung mit Satzung und allem, was dazu gehört, war genau nach seinem Geschmack.

 Jung, dynamisch, innovativ - und günstig: So wollen die Mitglieder von „Conright“ bei Unternehmen punkten. „Wir haben den Kostenvorteil“, sagt BWL-Student Mahsum Gören (22). In der Region haben sie bisher kaum nach Kunden gefischt. Es sind eher Ausschreibungen und Kontakte, die die ersten Aufträge gebracht haben. So hat sich „Conright“ an der Ausschreibung für ein elektronisches Ablagesystem für die Berliner Verbraucherzentrale beteiligt – und prompt Rückmeldung erhalten. Für einen Verbund verschiedener Autohäuser in Nordrhein-Westfalen werden die studentischen Berater ein Konzept für ein neues Logistiksystem erarbeiten. Kalte Füße bekommen sie angesichts der Verantwortung nicht. „Das sehen wir relativ entspannt, denn die fertigen Konzepte gehen ja durch viele Hände“, sagt Human Jekan. Auch Prüfungszeiten werden in der Planung berücksichtigt. „Die Unternehmen wissen ja, dass wir Studenten sind.“

 In naher Zukunft will „Conright“ mehr regionale Unternehmen ansprechen, mehr Kuratoren und Mitglieder gewinnen. Letztere müssen in einer mehrmonatigen Probezeit als Anwärter zeigen, was sie können und ob sie teamfähig sind, bevor sie Vollmitglied werden können. Auch Studenten und Studentinnen der Fachhochschule sind willkommen.

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Ein Artikel von
Carola Jeschke
Lokalredaktion Kiel/SH

5. Dezember 2017 - KN-Onliner in Der Hörsaal

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