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Juniorstudium an der CAU Unter Gleichgesinnten

Bei der einen ist es die Physik, beim anderen die Informatik, beim dritten die Mathematik. Drei junge Menschen beginnen in diesem Wintersemester ihr Hochschulstudium an der Christian- Albrechts-Universität zu Kiel. Wirklich neu sind sie auf dem Campus nicht, denn was die drei miteinander verbindet ist das Juniorstudium.

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Henrik Valett, Inka Meinke und Kai Prott genießen entspannte Sonnenstunden auf dem Campus, bevor nächste Woche die Vorlesungszeit beginnt. Die Nachwuchsnaturwissenschaftler wollen nach ihrem Studium in der Forschung arbeiten.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Bereits vor ihrem Abitur konnten sie an Lehrveranstaltungen der CAU teilnehmen. Die 17-jährige Insa Meinke ist die Jüngste im Trio. Bis vor kurzem besuchte die Kielerin noch das Ernst-Barlach-Gymnasium. Seit dem Sommer hat sie ihr Abitur in der Tasche, beginnt in diesen Wochen ihren Bachelor der Physik und kann bereits auf zwei Semester Erfahrung mit dem Fach und der Uni blicken. Aus der Zeitung hatte sie einst vom Juniorstudium erfahren. „Dann habe ich mir im Internet das Bewerbungsformular heruntergeladen und es meinem Klassenlehrer und Schulleiter vorgelegt. Sie sie fanden die Idee klasse“, erzählt die junge Studentin. Dass Insa eine perfekte Kandidatin für das Juniorstudium ist, war allen klar. Sie besuchte die Profiloberstufe mit den Schwerpunkten Physik und Chemie.

 Auch Kai Prott und Henrik Valett stießen mit dem Juniorstudiums auf offene Türen an ihrer Schule. „Unsere Lehrer wussten gar nicht, dass es so etwas gibt“, erzählt Kai. Die beiden 19-Jährigen besuchten auf dem Gymnasium Eckhorst in Bargteheide die selbe Klasse. Zu den Uni-Veranstaltungen fuhren sie gemeinem in einem Auto. „Wir haben die Vorlesungen an der CAU so gewählt, dass es gut mit unserem Schulstundenplan passte.“ So fehlten sie beispielsweise im schulischen Mathematikunterricht. „Was nicht weiter schlimm war“, sagt Henrik, „da in den Uni-Veranstaltungen Mathe ja nun wirklich nicht zu kurz kommt.“

 Wie reagieren Freunde und Familie, wenn man noch vor dem Abitur studieren möchte? „Man wird schon ein wenig für verrückt erklärt“, gibt Inka zu. „Man muss immer wieder erklären, dass einem Physik wirklich Spaß macht.“ Die Kommilitonen seien sehr aufgeschlossen gewesen. Den meisten sei gar nicht aufgefallen, dass sie „keine normalen Studenten“ sind, sagt sie. Die Vorlesungen an der Uni seien „definitiv anspruchsvoller“ als der Physik-Unterricht an der Schule – und alle seien voll bei der Sache: „Man ist zusammen mit vielen anderen Physikbegeisterten im Hörsaal. Es ist nicht mehr ein Nischenfach, wie in der Schule.“ Auch Henrik und Kai erzählten, dass sie an der Uni schnell Freunde fanden: „In Informatik hatten wir Gruppenarbeiten“, erzählt Kai, „da lernt man sich schnell kennen.“

 Und was ist es genau, was die drei Jungakademiker antreibt? Es ist, so sagen sie, nicht die Aussicht auf einen prestigeträchtigen Beruf, sondern die Disziplin an sich. Für Inka ist es die Theoretische Physik, für Henrik die Algebra und für Kai die Robotik und Elektrotechnik. Sie alle wollen später einmal in der Forschung arbeiten.

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