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Ansturm auf die Fachhochschule

Kiel Ansturm auf die Fachhochschule

Die Fachhochschule (FH) Kiel vermeldet einen Rekord. Mit 7268 Studierenden (darunter 2919 Frauen) wurde in diesem Wintersemester erstmals die 7000er-Grenze überschritten. Bei der Auftaktveranstaltung im Fachbereich Wirtschaft begrüßte FH-Präsident Prof. Udo Beer besonders Claudia Sarpong als 7000. Studierende.

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Claudia Sarpong (18) ist die 7000. Studierende an der Fachhochschule Kiel. Präsident Prof. Udo Beer begrüßt sie bei der Auftaktveranstaltung mit Präsenten.

Quelle: vr: Volker Rebehn

Kiel. Seit Beginn des Lehrbetriebes Anfang der 1990er Jahre hat sich die Zahl der Studierenden auf dem Campus im Kieler Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf verdoppelt. „Die Fachhochschule boomt, Kiel ist als Studienort beliebt“, freut sich Udo Beer mit Blick auf die Zahlen. Allein in diesem Jahr hätten sich zum Sommersemester 509 Studienanfänger (davon 242 Frauen) und zum gerade begonnenen Wintersemester 886 Männer und 630 Frauen neu eingeschrieben. Beer geht davon aus, dass die Zahl zum Ende des Jahres noch leicht abnimmt. Denn einige Erstsemester würden sich nach einiger Zeit neu orientieren und die Hochschule verlassen. Doch insgesamt würden die Zahlen in den nächsten Jahren weiter steigen.

 Eingerichtet worden sei die Hochschule seit Beginn der 1990er Jahre einmal für 1350 Studierende. Im gleichen Verhältnis zu den steigenden Zahlen der Studierenden, so Beer weiter, müsste die Hochschule eigentlich auch räumlich mitwachsen. Das lasse das Campusgelände aber nur im begrenzten Maß zu. Es herrsche Platzmangel, jede Lücke wurde und werde, wenn finanzierbar, genutzt. So hat die Landesregierung weit über 100 Millionen Euro in den Um- und Neubau auf dem Campus gesteckt. Seminarräume sind entstanden (Mehrzweckgebäude, Internationales Zentrum). Iin diesem Jahr soll mit dem Bau eines zweigeschossigen Fertigbaus mit sechs Seminarräumen auf dem ehemaligen Spielplatz und dem Parkplatz neben dem Computermuseum begonnen werden.

 Doch der Fachbereich Maschinenwesen sowie die Forschungs- und Entwicklungszentrum GmbH der Fachhochschule mussten bereits Räume im benachbarten Ostuferhafen beziehungsweise Privaträume im Campusumfeld anmieten. Weiter würden für etwa 100 Projektarbeiter Büros und kleine Labors fehlen. Als „Hoffnungsschimmer“ bezeichnete der FH-Präsident das zurzeit leer stehende städtische Gebäude der ehemaligen Adolf-Reichwein-Schule im Neumühlen-Dietrichsdorfer Oberland. Daran habe die Fachhochschule bereits ihr Interesse signalisiert. „Mit diesen Räumen hätten wir auf dem Campus etwas Luft“, sagt Beer. Ob sich daraus konkret etwas entwickelt, ist zurzeitnoch nicht geklärt.

 Claudia Sarpong macht sich darüber keine Gedanken. Die 18-jährige Hamburgerin, die gleich nach dem Abitur einen BWL-Studienplatz ergattert hat, ist froh, in Kiel untergekommen zu sein. Sie gehört zu den Glücklichen, die einen der 100 Plätze im Studiengang Betriebswirtschaft bekommen hat. Dafür gab es 1100 Bewerbungen.

 Sehr groß waren die Bewerberzahlen auch bei anderen zulassungsbeschränkten Studiengängen. So bewarben sich in der Sozialen Arbeit 2191 Männer und Frauen auf 120 Studienplätze (Bachelor), 600 in der Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation für 60 Plätze (Bachelor) oder 535 in der Multimedia Production für 80 Plätze. 331 Bewerbungen gingen für 20 Masterstudienplätze Betriebswirtschaft ein. Insgesamt vermeldet die Fachhochschule 6876 Bewerbungen auf 1226 zulassungsbeschränkte Studiengänge. 5650 (82,17 Prozent) der Bewerbe wurden damit nicht angenommen. In den nicht zulassungsbeschränkten Studiengängen (Mechatronik/Bachelor, Schiffbau und maritime Technik/Master, Angewandte Kommunikationswissenschaft/Master und Wirtschaftsinformatik/Master) starteten 56 Männer und 189 Frauen ins Erstsemester. Insgesamt sind dort 1079 Studierende eingeschrieben.

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