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Qualitätssiegel für FH Kiel

Erste staatliche Hochschule im Norden Qualitätssiegel für FH Kiel

Großer Empfang der Fachhochschule Kiel: Vor 200 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Hochschulen startete Präsident Prof. Udo Beer seine zweite Amtszeit bis 2020. Prof. Klaus Lebert wurde als neuer Vizepräsident begrüßt und Prof. Michael Klausner als Vizepräsident verabschiedet.

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Feierliche Auszeichnung im Audimax der Fachhochschule: Prof. Wolfgang Huhn (links), Prof. Udo Beer und Prof. Michael Klausner (rechts) freuen sich über das Zertifikat zur Systemakkreditierung, das ihnen Prof. Anke Hanft von der AQ Austria überreichte.

Quelle: vr: Volker Rebehn

Kiel. Es gab aber noch einen anderen gewichtigen Grund für eine Feier: die Verleihung des Qualitätssiegels der Systemakkreditierung. Die Fachhochschule ist bundesweit die 15. und in Schleswig-Holstein die erste staatliche Hochschule, die dieses Siegel erhalten hat. Ministerpräsident Torsten Albig gratulierte dazu.

 Der Regierungschef bezeichnete die Verleihung des Qualitätssiegels als bemerkenswerte Leistung. Damit habe die Fachhochschule Kiel Neuland betreten, und es sei eine großartige Bestätigung der geleisteten Arbeit. „Hochschulen stehen heute immer stärker im Wettbewerb um Studierende, Prestige und Drittmittel. Dabei sind Qualität in der Lehre und Qualität in der Forschung besonders wichtig. Der Fachhochschule Kiel sind diese Merkmale nun offiziell bescheinigt worden, und das freut mich sehr“, sagte Albig.

 Der Ministerpräsident wies auch auf das in den vergangenen Jahren deutlich geschärfte Forschungsprofil der Fachhochschule hin, die sich zudem durch ihre enge Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und anderen Hochschulen auszeichne. Diese gute Entwicklung sei auch ein Verdienst des gesamten Präsidiums. Nicht zuletzt, so Albig, habe die Fachhochschule den Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf maßgeblich verändert und die Stadt insgesamt belebt. Dem Präsidenten Udo Beer gratulierte Albig zur Wiederwahl.

 Das Qualitätssiegel zur Systemakkreditierung bedeutet für die Fachhochschule eine Art Ritterschlag. Nach zweijähriger Begutachtung und Überprüfung hat die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ-Austria) der Hochschule die Akkreditierung ausgesprochen. Das bedeutet: Künftig kann die FH ihre Bachelor- und Masterstudiengänge ohne weitere externe Begutachtung selbstständig zertifizieren. „Sie haben damit die Voraussetzungen und große Freiräume geschaffen, die Gestaltung des Studiums und der Lehre in die eigenen Hände zu nehmen“, sagte die AQ-Austria-Präsidentin Prof. Anke Hanft in Richtung FH-Präsidium. Das sei mit Blick auf den demografischen Wandel bedeutsam. Der Erfolg von Hochschulen werde sich zukünftig daran messen, so Hanft, wie diese sich auf die verändernden, heterogenen Studienwelten einstellen.

 FH-Präsident Udo Beer dankte in seiner Rede ausdrücklich den Mitarbeitern der Hochschule. Alle Angehörigen hätten dazu beigetragen, die Hochschule in einen Topzustand zu versetzen. Nur so konnten die Herausforderungen der Hochschulpakte bewältigt werden. „Es gilt, das jetzt erreichte Niveau zu konsolidieren und unsere Hochschule fit für die Zukunft zu halten“, sagte er. Der neue Vizepräsident Klaus Lebert sah vor allem drei Herausforderungen für die FH Kiel: die kompetenzorientierte Gestaltung von Studiengängen, die Internationalisierung der Hochschule und die Ausgestaltung eines virtuellen Promotionskollegs. Der ausscheidenden Vizepräsident Michael Klausner war vor allem im Bereich Internationalisierung und Akkreditierung tätig.

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