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Fachhochschule setzt auf Container

Steigende Studierendenzahlen Fachhochschule setzt auf Container

Rasant steigende Studierendenzahlen, akute Raumnot: Auf dem Campus der Fachhochschule (FH) Kiel wird jeder freie Quadratmeter genutzt. Doch der Platz wird knapp. Jetzt konkretisiert sich der lang gehegte Wunsch für ein „Bibliothekarisches Selbstlernzentrum" auf dem nördlichen Campus.

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Der geplante Neubau eines Bibliothekarischen Selbstlernzentrums an der Fachhochschule Kiel auf dem nördlichen Campus-Gelände soll nach Vorstellung der Fachhochschule 2019 eröffnet werden soll. Dazu müssen das mittlere Holzgebäude abgerissen und der Parkplatz aufgegeben werden.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Das soll 2019, zum 50-jährigen Bestehen der Hochschule, eröffnet werden. Ursprüngliche Flüchtlingscontainer sollen bis dahin als Seminarräume genutzt werden und die Raumnot lindern. „Wir stehen in den Startlöchern, im September nimmt eine Projekteinleitungsgruppe ihre Arbeit auf", sagt FH-Präsident Prof. Udo Beer. Vertreter des Finanzministeriums, der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein und der Fachhochschule würden das weitere Vorgehen für den Neubau festlegen. Allerdings habe die Hochschule von früheren Planungen Abstand genommen, eine klassische Bibliothek zu bauen. Vielmehr solle ein mehrgeschossiges Lernzentrum entstehen. Dieses bekomme natürlich eine Bibliothek mit Lese- und Lernräumen. Darüber hinaus werden sogenannte Selbstlernräume eingerichtet, die Studierenden jeden Tag rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Weiter vorgesehen sind Seminarräume, eine mensagleiche Cafeteria sowie Unterbringungsmöglichkeiten für den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) und das Studierendenparlament (Stupa). Auch ein Teil des Studienkollegs soll dort einziehen. Die veranschlagten Kosten von zwölf Millionen Euro will die Fachhochschule aus Rücklagen des Hochschulpaktes finanzieren.

Platz machen für den Neubau müssen der Parkplatz an der nördlichen Campusgrenze und alleinstehende eingeschossige Gebäude. Es wird abgerissen. Zurzeit sind dort AStA und Stupa zu Hause. Um beide bis zur Eröffnung des Lernzentrums unterzubringen, zusätzliche Seminarräume und weitere Unterrichtsräume für das Studienkolleg schaffen zu können, wird die Fachhochschule Kiel zwei Ausweichquartiere aus insgesamt 54 Containern errichten. Das teilt FH-Kanzler Klaus-Michael Heinze mit. Das Land hatte die Miet-Container für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen, benötigt diese – wie viele andere auch – wegen der stark zurückgegangenen Flüchtlingszahlen aber nicht mehr. Die Container sollen im Frühherbst geliefert und dann zu zwei H-förmigen Komplexen zusammenmontiert werden. So entstehen insgesamt acht Seminarräume mit insgesamt 264 Plätzen sowie Zimmer für Verwaltung und WCs. Vom Sommersemester 2017 an sollen dort auch 15 Flüchtlinge auf ein Hochschulstudium vorbereitet werden. Eines der Containerquartiere entsteht auf dem bisherigen Parkplatz neben dem Institut für CIMTT, das andere auf dem nicht mehr benötigten Freimessfeld am Parkplatz an der Schwentinestraße.

Wie das Finanzministerium auf KN-Anfrage mitteilt, haben sechs Hochschulen in Schleswig-Holstein Bedarf an Containern angemeldet. Spätestens im September 2016 sollen die ersten aufgestellt sein, damit sie zum Wintersemester 2016/17 zur Verfügung stehen. Die Hochschulen würden die Container als Seminarräume, Arbeitsräume für Studierende, Büroräume für Dozenten und Wissenschaftler sowie als Materiallager und Archivflächen benötigen. Laut Ministerium seien noch einige wenige der von den Hochschulen gewünschten Standorte in der Abstimmung. Die Container sollen mindestens für zwei Jahre zur Verfügung stehen. Verlängerungen der Standzeit auf bis zu fünf Jahren müssten durch die Hochschulen ergänzend beantragt werden.

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