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Ansturm auf Online-Studium

Verbundprojekt Linavo Ansturm auf Online-Studium

Wenn das Lernformat ins Leben passt, sind sehr viele Menschen bereit, sich weiterzubilden – auch neben einer vollen Berufstätigkeit und auf akademischem Niveau. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Befragung des Hochschul-Verbundprojekts Linavo („Offene Hochschulen in Schleswig-Holstein: Lernen im Netz, Aufstieg vor Ort“).

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Auch Eltern probieren aus, ob sich ein Online-Studium mit ihrem Familienalltag vereinbaren lässt.

Quelle: Jan Köster

Kiel. „Online-Learning“ heißt der Weg, den die Fachhochschulen Kiel, Lübeck und Westküste sowie die Europa-Universität Flensburg derzeit gemeinsam im Projekt Linavo erproben. Ziele des Projekts sind nach Angaben der Initiatoren, neue Online-Studiengänge zu entwickeln und Hochschulen für neue Zielgruppen weiter zu öffnen – insbesondere für Menschen, die beruflich oder anderweitig zeitlich so sehr beansprucht sind, dass ein herkömmliches Präsenz-Studium für sie nicht infrage kommt. Im aktuellen Wintersemester bieten die Hochschulen im Rahmen einer Erprobungsphase insgesamt 29 neue Online-Kurse aus den Bereichen Maschinenbau, Tourismusmanagement, Food Processing und Maritime Wirtschaft an, die als Teile geplanter neuer Online-Studiengänge bereits entwickelt worden sind.

Fast alle angebotenen Kurse waren innerhalb kurzer Zeit ausgebucht. Insgesamt lagen zum Start der Erprobungsphase deutlich mehr als 1000 Anmeldungen vor. Eine Befragung unter den Teilnehmenden ergab, dass die erprobten Online-Angebote tatsächlich die gewünschte Zielgruppe ansprechen: 63,1 Prozent sind in Vollzeit beschäftigt, elf Prozent in Teilzeit, 5,5 Prozent sind aktuell in Elternzeit. 94,1 Prozent sind mit mehr als 26 Jahren älter als klassische Studierende. 83,7 Prozent der Befragten haben bereits mindestens drei Jahre Berufserfahrung. 74,8 Prozent leben in einer Partnerschaft und die Hälfte der Befragten haben mindestens ein Kind. Kurz: Das Gros der Erprobungsteilnehmerinnen und -teilnehmer steht mitten im Leben.

Das Hauptmotiv für die Teilnahme an den Online-Modulen ist der persönliche Wunsch, etwas Neues lernen zu wollen, knapp gefolgt vom Interesse an der Methode Online-Learning. Erst dann folgt der Wunsch nach beruflicher Veränderung oder beruflichem Aufstieg. Angesichts der Resonanz sieht Gesamtprojektleiter Prof. Rolf Granow von der Fachhochschule Lübeck die Hochschulen des Verbundprojekts auf dem richtigen Weg: „In unserer zunehmend wissensbasierten Gesellschaft wird stetige Weiterbildung immer mehr zur Grundlage für berufliche Weiterentwicklung.“ Infos unter www.fh-kiel.de/linavo

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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