Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Unser Meer: Die Ostsee Schwimmende Dreckschleudern
Unser Meer: Die Ostsee Schwimmende Dreckschleudern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:45 12.06.2017
Von Frank Behling
Containerfrachter haben den größten Anteil an den Emissionen der Schifffahrt. Die Ostsee spielte bei Messungen bislang kaum eine Rolle – das soll sich ändern. Quelle: Frank Behling

Elf Institute aus Ostseeanrainern haben sich zusammengetan und arbeiten gemeinsam an dem Projekt mit dem Namen „SHEBA“. Die etwas gewollte Abkürzung steht für Sustainable sHipping and Enivironment of BAltic Sea Region – nachhaltige Schifffahrt und Umwelt in der Ostsee-Region also. Aus Deutschland ist das Helmholtz-Zentrum Geesthacht beteiligt. Ziel des Projektes: eine umfassende Datenbasis zur Lage in der Ostsee.

 Im Fokus der Wissenschaftler standen bislang zumeist Nordsee oder Ärmelkanal. Und dort sind die Daten alarmierend: Die bislang in Geesthacht erstellten Modelle zeigen, dass ohne technische Veränderungen und die Einführung neuer Schiffe die Stickoxid-Emissionen allein in der Nordsee bis 2030 um 25 Prozent steigen werden. Doch in der Ostsee sieht es nach ersten Erkenntnissen nicht viel besser aus. „Das, was wir bislang von der Nordsee wissen, trifft auch auf die Ostsee zu“, sagt Dr. Volker Matthias vom Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum nach der Auswertung der Daten für SHEBA. Unter die Lupe genommen haben die Institute verschiedene Formen der Belastungen. Das Spektrum reicht von der Luft- und Wasserverschmutzung über die Geräuschentwicklung bis zur Schiffssicherheit.

 War es vor einigen Jahren noch der Schwefel, der in der Ostsee für massive Probleme sorgte, so ist es jetzt der Stickoxid-Ausstoß, der wächst. Inzwischen ist die Schifffahrt im Sommer für etwa ein Viertel des Stickoxid-Ausstoßes verantwortlich, sagt Matthias. Und der Schiffsverkehr auf der Ostsee wächst immer weiter – besonders nach Russland und Skandinavien. Im Fehmarnbelt werden heute bereits mehr als 70000 Schiffsbewegungen pro Jahr gezählt, davon rund 40000 Passagen größerer Schiffe auf dem Weg in die Ostsee oder aus der Ostsee heraus.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Russland scheint wegen der Krim-Krise als Urlaubsziel weiter entfernt als noch vor ein paar Jahren. Und dennoch gibt es einen einfachen Weg, um nach St. Petersburg zu kommen – ganz ohne Visum. Manche Reederei öffnet die Tore in eine wundervolle Stadt.

Niklas Wieczorek 22.05.2017

Die Ostsee-Inseln sind ein Eldorado für Sterngucker, Naturfreunde, Romantiker, Verliebte, Wissbegierige. Denn hier gibt es ihn noch, den sternenklaren Himmel.

Heike Stüben 08.05.2017

Die Fahrstuhltür schließt sich mit metallischem Schleifen, dann geht`s nach oben. Mehr als fünf Minuten. 250 Meter brauchen ihre Zeit. Andere Aufzüge sind schneller, doch diese Fahrt ist ungewöhnlicher.

Ulrich Metschies 24.04.2017
Anzeige