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Wo die Kunstwerke hängen, steht Marc Richter

Zisch-Schüler-Artikel Wo die Kunstwerke hängen, steht Marc Richter

Galerist Marc Richter ist über Umwege zu seiner Galerie gekommen. Der 50-Jährige lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Behrensdorf. Über die austellenden Künstler hat Zisch-Reporter Luca Hutzfeldt (16) vom Gymnasium Lütjenburg (Klasse 10c) schon einiges gelesen. Jetzt hat er nachgefragt, wer die Person hinter den Ausstellungen ist.

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Zisch-Reporter Luca Hutzfeldt im Gespräch mit Galerist Marc Richter.

Quelle: privat

Lütjenburg. Wie war Ihr beruflicher Weg zum Galeristen?

Kreuz und quer. Ich probierte mich als Handwerker, als Elektriker, ich machte eine Ausbildung zum Restaurantfachmann im Mövenpick in Hamburg und eine zum Großhandelskaufmann im Autohaus Gehrmann. Dort verkaufte ich erfolgreich Autos. Durch einen Zufall organisierte ich zum 100. Geburtstag von Willy Knoop eine Ausstellung in der Förde Sparkasse. Rückblickend auf die nun 35 vergangenen Jahre, merkte ich, dass tief in mir eine große Faszination für Kunst lebte. Daraufhin habe ich eine kleine Galerie in Lütjenburg eröffnet.

 

Woher kommt diese Faszination?

Meine ganze Familie hatte schon immer etwas mit Kunst zu tun. Unser Opa war Künstler, und im Kindesalter nahmen unsere Eltern mich und meine Geschwister mit in alle Museen und Kunstgalerien, die sie besuchten.

 

Wie kommen Sie an Ihre Künstler?

Mein Schreibtisch liegt unter einem Berg von Büchern, Heften und Broschüren. In diesen entdecke ich zahlreiche Bilder und deren Künstler, die in meine Galerie passen. Ich nehme Kontakt mit den jeweiligen Künstlern auf. Wenn ein Künstler interessiert ist, treffen wir uns und besprechen Einzelheiten.

 

Wie ist der Ablauf bei einer Zusammenarbeit?

Ich schließe einen Vertrag mit dem Künstler, der unter anderem die Höhe meiner Provision festlegt und die Dauer der Ausstellung. Ich starte die Werbung mithilfe von Flyern, Plakaten und Anzeigen in Tageszeitungen. Der Künstler kommt mit seinen Bildern in meine Ausstellungsräume. Dort legen wir gemeinsam fest, wo welches Bild hängt. Der Tag der Vernissage ist immer wieder aufregend. Wie viele Gäste werden kommen? Wie kommen die Bilder beim Publikum an? Mit einem Glas Prosecco in der Hand eröffne ich mit einigen Worten die Ausstellung. Danach spricht der Künstler ein paar Sätze. Und dann lassen wir die Bilder auf die Gäste wirken.

 

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit?

Ich liebe die staunenden Blicke der Gäste. Die Emotionen, die in einem losgelöst werden, durch den Blick auf eines der Bilder. So mancher kommt bei mir an und behauptet, dass er dieses oder jenes auch malen könne, und dass es keine wahre Kunst sei. Dann stelle ich ihm die Aufgabe, für ein oder zwei Minuten das Bild aufmerksam zu betrachten, die Farben und Verläufe zu studieren. Außerdem arbeite ich eng mit der Schule in Lütjenburg zusammen und mag es, den Schülern die Kultur der Kunst zu vermitteln. Sie aus dem stressigen Schulalltag für einige Zeit zu entführen. Sie in die Bilder und deren Entstehung eintauchen zu lassen.

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