Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
ZiSch 2015 Wo die Kunstwerke hängen, steht Marc Richter
ZiSch ZiSch 2015 Wo die Kunstwerke hängen, steht Marc Richter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:44 10.11.2015
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Zisch-Reporter Luca Hutzfeldt im Gespräch mit Galerist Marc Richter. Quelle: privat
Lütjenburg

Wie war Ihr beruflicher Weg zum Galeristen?

Kreuz und quer. Ich probierte mich als Handwerker, als Elektriker, ich machte eine Ausbildung zum Restaurantfachmann im Mövenpick in Hamburg und eine zum Großhandelskaufmann im Autohaus Gehrmann. Dort verkaufte ich erfolgreich Autos. Durch einen Zufall organisierte ich zum 100. Geburtstag von Willy Knoop eine Ausstellung in der Förde Sparkasse. Rückblickend auf die nun 35 vergangenen Jahre, merkte ich, dass tief in mir eine große Faszination für Kunst lebte. Daraufhin habe ich eine kleine Galerie in Lütjenburg eröffnet.

 

Woher kommt diese Faszination?

Meine ganze Familie hatte schon immer etwas mit Kunst zu tun. Unser Opa war Künstler, und im Kindesalter nahmen unsere Eltern mich und meine Geschwister mit in alle Museen und Kunstgalerien, die sie besuchten.

 

Wie kommen Sie an Ihre Künstler?

Mein Schreibtisch liegt unter einem Berg von Büchern, Heften und Broschüren. In diesen entdecke ich zahlreiche Bilder und deren Künstler, die in meine Galerie passen. Ich nehme Kontakt mit den jeweiligen Künstlern auf. Wenn ein Künstler interessiert ist, treffen wir uns und besprechen Einzelheiten.

 

Wie ist der Ablauf bei einer Zusammenarbeit?

Ich schließe einen Vertrag mit dem Künstler, der unter anderem die Höhe meiner Provision festlegt und die Dauer der Ausstellung. Ich starte die Werbung mithilfe von Flyern, Plakaten und Anzeigen in Tageszeitungen. Der Künstler kommt mit seinen Bildern in meine Ausstellungsräume. Dort legen wir gemeinsam fest, wo welches Bild hängt. Der Tag der Vernissage ist immer wieder aufregend. Wie viele Gäste werden kommen? Wie kommen die Bilder beim Publikum an? Mit einem Glas Prosecco in der Hand eröffne ich mit einigen Worten die Ausstellung. Danach spricht der Künstler ein paar Sätze. Und dann lassen wir die Bilder auf die Gäste wirken.

 

Was mögen Sie besonders an Ihrer Arbeit?

Ich liebe die staunenden Blicke der Gäste. Die Emotionen, die in einem losgelöst werden, durch den Blick auf eines der Bilder. So mancher kommt bei mir an und behauptet, dass er dieses oder jenes auch malen könne, und dass es keine wahre Kunst sei. Dann stelle ich ihm die Aufgabe, für ein oder zwei Minuten das Bild aufmerksam zu betrachten, die Farben und Verläufe zu studieren. Außerdem arbeite ich eng mit der Schule in Lütjenburg zusammen und mag es, den Schülern die Kultur der Kunst zu vermitteln. Sie aus dem stressigen Schulalltag für einige Zeit zu entführen. Sie in die Bilder und deren Entstehung eintauchen zu lassen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Viel gelesen, Spaß am Recherchieren der Themen und rege Nutzung des vielfältigen Unterricht-Angebots: Das Feedback der Schüler und Lehrer, die in diesem Jahr am Projekt Zeitung in der Schule (Zisch) teilnehmen, war beim Zwischenbilanzgespräch in der Kieler Volksbank überaus positiv.

Gunda Meyer 04.11.2015

Noch zwei Tage bis zur Abgabe: Mit Hochdruck arbeiten die Schüler an ihren Artikeln im Rahmen des Projektes Zeitung in der Schule (Zisch). Beim Schulbesuch von Projektbetreuerin Gunda Meyer (Kieler Nachrichten) nutzen die Schüler des Hans-Geiger-Gymnasiums in Kiel die Chance, um Fragen zu stellen.

Gunda Meyer 03.11.2015

Das Projekt Zeitung in der Schule (Zisch) ist an der Alexander von Humboldt Schule in Einfeld in vollem Gang. Einige Schüler haben bereits Interviews geführt und hatten Detailfragen an Zisch-Betreuerin Gunda Meyer von den Kieler Nachrichten, andere suchten noch nach dem richtigen Dreh für ihr Thema.

Gunda Meyer 16.10.2015
Anzeige