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Information ist nicht gleich Meinung

Zisch Reporter-Tipps Information ist nicht gleich Meinung

Ein journalistischer Grundsatz ist die strenge Trennung von Information und Meinung. Der Schreiber legt sich also vorab fest, ob er ein Thema tatsachenbetont oder meinungsbetont beleuchten möchte. Eine Vermischung von beidem ist nicht möglich.

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Feuer und Flamme für ein Thema zu sein, kann eine gute Voraussetzung sein, um einen Text zu schreiben. Im Artikel muss man aber darauf achten, Information und eigene Meinung sauber zu trennen.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. „Ich habe nichts zum Anziehen.“ Für Frauen wäre diese Aussage beim Blick in den Kleiderschrank eine objektive Information, für Männer ist das die Meinung ihrer Liebsten, der sie im Regelfall widersprechen. Eine strikte Trennung von Information und Meinung ist also elementar beim Schreiben eines Artikels. Daraus ergibt sich auch die journalistische Darstellungsform: Bei nachrichtlich gehaltenen Texten hat der Autor zum Beispiel die Wahl zwischen Bericht, Interview, Meldung, Porträt oder Reportage. Meinungsbasierte Texte sind Kommentare, Glossen, Rezensionen (Kritik) aber auch Karikaturen.

Ein Beispiel: Entscheidet sich jemand, einen Bericht zum Thema „Olympia in Kiel“ zu schreiben, bedeutet das: Es müssen Fürsprecher und Gegner von Olympia gleichermaßen zu Wort kommen. Meinungsäußerungen in einem tatsachenbetonten Text sind nur durch direkte Zitate („Ich finde Olympia gut“, sagte Herr XY von Pro-Olympia) oder indirekte Zitate (Dieser Meinung widersprach Frau XY von Kontra-Olympia) möglich. Die eigene Meinung des Autoren darf sich in diesem Text nicht widerspiegeln, kann aber in Form eines Kommentars oder einer Glosse niedergeschrieben werden, da diese Darstellungsformen explizit auf Meinungsäußerung ausgelegt sind.

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