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Ein Sport, der verbindet

Zisch Schüler-Artikel Ein Sport, der verbindet

„Schüttel deinen Speck, ah, schüttel deinen Speck, ah,…“ dröhnt es so laut aus den Musikboxen, dass der Klang selbst die hintersten Ecken der Turnhalle der Grundschule Surendorf erreicht, die bis auf die Gruppe von Tanzenden vollkommen leer ist. Energisch werden die Brustkörbe zu Peter Fox’ Stimme und im Takt der Instrumente hin und her bewegt, während feine Schweißperlen über die Stirnen laufen und die Füße in schnellem Tempo zu den Seiten hüpfen.

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Zumba schweißt zusammen, finden Pauline Tamminga (v.l.), Jana Pakebusch, Svea Magerkurth, Angela Heldt, Irina Zeerb und Charlotte Tamminga (vorne).

Quelle: privat

Altenholz. „Etwas mehr Power!“, ruft Zumba-Trainerin Angela Heldt (42) mit einem breiten Grinsen in die Runde, eine Frau, die man auf den ersten Blick einige Jahre jünger schätzen würde, als sie eigentlich ist. 2010 lernte sie diesen Tanzsport, den Alberto Perez 1990 in Kolumbien erfunden hat, kennen, nachdem sie 13 Jahre lang dem Bauchtanz nachgegangen ist. Nach kurzer Zeit wechselte sie schon zu Zumba. Doch was ist es, was Zumba von anderen Sportaktivitäten abhebt?

„Spaß. Lebensfreude. Energie,“, ist Heldts Antwort auf die Frage, was sie so an diesem Trendsport mag, aber auch: „Auspowern. Abreagieren.“ Der Reiz in Zumba liege ebenfalls in dem nicht vorhandenen Leistungsdruck, denn im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten gäbe es keine Wettbewerbe nach dem Motto: Wer ist am besten, schnellsten, kreativsten? Es zählt allein der Spaß und der Gemeinschaftssinn.

Und dem können auch die Teilnehmer nur zustimmen, denen man die Anstrengung im Gesicht ablesen kann – und die Erleichterung. Das Lied ist vorbei, während einige die wenige Sekunden andauernde Pause nutzen, um den Durst zu stillen oder die Haut mit einem Handtuch zu trocknen.

Andere begeben sich zurück zu ihrem Platz in einer Reihe und stellen sich auf das nächste Stück ein, dessen lateinamerikanischen Klänge, welche typisch für Zumba sind, nun beginnen: Unter anderem Svea Magerkurth (15), die lächelnd, aber etwas aus der Puste, auf einen weiteren, besonderen Aspekt hinweist: „Das Tolle daran ist, dass coole Menschen aus allen Altersklassen dabei sind. Und jeder kann mitkommen.“

So erzählt Trainerin Heldt bestätigend, dass sie immer auf eine gute Mischung ihrer Lieder achte, Lieder mit Wiedererkennungswert. Zudem könne man selbst entscheiden, welche Stücke man in welcher Geschwindigkeit mittanzen würde.

„Ich finde Zumba sehr gut“, schwärmt auch Irina Zeeb, die Älteste aus dem Kurs, während sie ihr Bein ausstreckt, um es zu den sanften Klängen des letzten Stückes zu dehnen, welches zum Herunterschrauben der Energie dient, „Ich wollte schon immer etwas Tänzerisches machen und Zumba macht einfach gute Stimmung!“

Klatschen, in das jeder miteinstimmt, obgleich sich die Gruppe noch im Lotussitz befindet, hallt schließlich etwas erlösend durch den Raum. Es ist das Schlusszeichen, das etwas an das „Cut!“ eines Filmregisseurs oder die Klingel nach einem Schultag erinnert.

„Bis zum nächsten Mal“, sagt Heldt etwas wehmütig, bevor die Gruppe die Verabschiedung mit Vorfreude auf die kommende Stunde erwidert, denn ein Sport wie Zumba schweißt zusammen. Egal in welchem Alter.

Ein Text von Sarah-Marie Malkus sowie Pauline und Charlotte Tamminga, 9a, Gymnasium Altenholz

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