22 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Jugendgruppenarbeit - nicht immer einfach

Zisch-Schüler-Artikel Jugendgruppenarbeit - nicht immer einfach

Immer weniger Jugendliche sind in der Jugendgruppenarbeit engagiert. Warum? Catherina Heinken, eine Assistenten-Trainerin fürs Kinderturnen, meint: „Die meisten Jugendlichen haben kein Interesse an der Jugendgruppenarbeit und auch keine Motivation, sich damit zu beschäftigen. Sie sehen nur die Arbeit, die damit verbunden ist, und nicht den Spaß bei der Sache.“

Voriger Artikel
Migration – eine Erfolgsgeschichte
Nächster Artikel
Großes Kino für junge Reporter

Junge Trainer fürs Kinderturnen sind gar nicht so einfach zu finden.

Quelle: Jan-Torben Budde

Plön. Fünf Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren, die einen Übungsleiter-Assistentenschein fürs Kinderturnen besitzen, trainieren Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. Zweimal in der Woche ist das Training, an dem meist zwei Trainer und rund sieben Kinder teilnehmen.

Man muss die Vor- und Nachteile bei der Jugendgruppenarbeit betrachten. Viele Dinge sind für die Jugendlichen selbst vorteilhaft, jedoch ist es auch für die trainierenden Kinder wichtig, von Älteren betreut und angeleitet zu werden. Der Assistenten-Trainer kann Übungen vorturnen und so dem Kind besser die Schwierigkeiten und Feinheiten der Übung nahebringen. Er kann sich besser in die Lage eines Kindes hineinversetzen als ein Erwachsener.

Doch welchen Nutzen ziehen die Jugendlichen aus der Jugendgruppenarbeit? der assistierende Trainer Jan-Philipp Ehm erläutert: „Mir bringt es viel Spaß, mit den Kindern zusammenzuarbeiten. Da das Turnen eines meiner Hobbys ist, bringt es doppelt Spaß, den Kindern mein Wissen weiterzugeben. Vor allem lerne ich als Betreuer der Kinder, Verantwortung zu übernehmen.“

Man lernt Dinge, die für das spätere Leben enorm wichtig sind. Als Trainer einer Gruppe arbeiten die Jugendlichen eng zusammen. Sie organisieren das Training gemeinsam und suchen Lösungen für Probleme. Im Umgang mit Menschen werden sie erfahrener und lernen zwischenmenschliche Beziehungen einzuschätzen und damit umzugehen.

In der Jugendgruppenarbeit aktiv zu sein, bringt auch Schwierigkeiten mit sich. Jan-Philipp Ehm erklärt: „Es ist schon ziemlich schwer, nach einem langen Schultag wieder mit vollem Elan in der Turnhalle zu stehen und für die Kinder da zu sein. Außerdem reichen meine Qualifikationen manchmal nicht aus, um den Kindern weiterhelfen zu können.“

Für eine gute Trainingsatmosphäre braucht der Trainer genügend Qualifikationen, damit die Trainierenden motiviert, zielorientiert und mit Freude am Training teilnehmen.

Bei kleineren Problemen kann der Trainer der Jugendlichen weiterhelfen, das reicht jedoch nicht immer. Eine Fortbildung kostet Geld, das vom Verein bezahlt werden muss.

Die Tätigkeiten im Verein erledigen die Jugendlichen ehrenamtlich. Die Zeit, die er in die Trainingsstunden der Kinder investiere, könne er nicht mehr nutzen, um mit kleinen Nebenjobs Geld zu verdienen, ergänzt Jan-Philipp Ehm. Außerdem würde die Zeit für das Lernen in der Schule immer knapper werden, je älter man werde.

Wichtig für die jungen Trainer ist ein Mentor, der sie motiviert, indem er seine Erfahrung und Kenntnisse im engen Austausch an sie weiterzugeben vermag. Die Jugendlichen sollten die Möglichkeit haben, ihn um Rat zu fragen und ihn bei der Lösung von Problemen hinzuziehen zu können.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Zisch - Zeitung in der Schule

Hier erhalten Sie nähere Informationen zu dem Projekt "Zisch 2015" der Kieler Nachrichten und Kieler Volksbank. mehr

Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

Mehr aus ZiSch 2015 2/3