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Reitsport auf der Überholspur

Zisch-Schüler-Artikel Reitsport auf der Überholspur

Nervöses Hufgetrappel vor der ersten Startlinie. Die Flagge wird herabgesenkt, und die Ponys schießen los. Ohne das Tempo zu verringern, sammeln die Reiter am Ende der Arena eine von vier abgeschnittenen Cola-Flaschen mit einem Stab auf und werfen die Cola-Flaschen anschließend in eine Tonne.

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Rasant und geschickt ans Ziel: Einzelweltmeister Widukind Moormann auf Todiak bei einem Turnier in Rendsburg.

Quelle: Hannah Marxsen

Altenholz/Rendsburg. Was für Außenstehende aussieht wie unkontrolliertes Herumgaloppieren, ist für die Reiter ein richtiger Wettkampf. Diese Sportart nennt sich Mounted Games. Früher diente es in Indien dazu, Reitersoldaten während des Friedens fit zu halten, heute wird es sowohl von Jung als auch Alt als Reitsport betrieben. Als Staffellauf erfordert es Geschick, Geschwindigkeit, Fitness und auch Teamfähigkeit.

„Mounted Games ist sehr wettkampfsorientiert und auch rasanter als andere Reitsportarten, weshalb es auch vermehrt für Jungen interessant ist“, so der Einzelweltmeister Widukind Moormann (25) aus Kiel. Das letzte Mal gewann er erst kürzlich bei der Einzelweltmeisterschaft in Frankreich, mit seiner Ponystute Wilja.

In den verschiedenen Altersklassen, der U14, der U18 und der offenen Klasse (für jeden über 18), wird in der Turniersaison der Mannschaften, von April bis Ende September, um den Titel des deutschen Meisters geritten. Die Saison beginnt meistens mit der Paarmeisterschaft und endet mit der Einzelmeisterschaft. Bei diesen Wettkampfarten gibt es meist andere oder abgewandelte Spiele als bei den Mannschaftsturnieren.

Die Teams bestehen aus jeweils fünf Reitern, wobei aber nur vier an einem Spiel teilnehmen, während der Fünfte als Ersatzreiter die Chance hat, bei einem anderen Spiel seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Es gibt 26 verschiedene Spiele, von denen sich die meisten für den normalen Sprachgebrauch mehr oder weniger seltsam anhören, wie zum Beispiel das Abfallsammeln, Hula-Hoop oder Pony Express. Bei diesen Aufgaben kann man Fehler begehen, wie zum Beispiel ein Hütchen umstoßen. Diese müssen sofort beseitigt werden und das kostet Zeit. Wer also am wenigsten Fehler begeht und keine Zeit verliert, ist am Ende am schnellsten im Ziel und hat somit gewonnen.

Da es bei den Spielen vor allem um Schnellig- und Geschicklichkeit geht, findet man bei den Mounted Games nur wenige Pferde, denn Ponys sind kleiner und deswegen wendiger.

„Grundsätzlich ist jedes Pony oder Pferd für Mounted Games geeignet. Es kommt aber immer drauf an, was man damit erreichen möchte.“, erklärt Widukind, der seinen ersten Einzelweltmeistertitel im Alter von 18 Jahren errang.

Mounted Games ist nicht nur national verbreitet, sondern auch international. Jedes Jahr findet in einem anderen Land eine Welt- und eine Europameisterschaft statt, an denen unter anderem auch Teams aus Australien oder Neuseeland teilnehmen. So findet vom 24. Juli bis zum 1. August 2016 die Europameisterschaft in Luhmühlen, Niedersachsen, statt. Also packen Sie Lanze und Fähnchen ein und seien Sie im nächsten Jahr live dabei, wenn die Ponys mit ihren Reitern durch die Arena fetzen.

Ein Text von Lynn Fitsch und Hannah Marxsen, 9a, Gymnasium Altenholz

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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Zisch-Reporter Luca Hutzfeldt im Gespräch mit Galerist Marc Richter.

Galerist Marc Richter ist über Umwege zu seiner Galerie gekommen. Der 50-Jährige lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Behrensdorf. Über die austellenden Künstler hat Zisch-Reporter Luca Hutzfeldt (16) vom Gymnasium Lütjenburg (Klasse 10c) schon einiges gelesen. Jetzt hat er nachgefragt, wer die Person hinter den Ausstellungen ist.

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