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Was sich zur Landtagswahl 2017 ändert

#ersteWahl Was sich zur Landtagswahl 2017 ändert

Wählen in der Dusche, leichte Sprache und Logos auf den Wahlzetteln: Zur Landtagswahl am 7. Mai wurden einige Neuerungen im Wahlrecht eingeführt. Mit unserer Zusammfassung könnt ihr euch fit in Sachen Wahlneuerungen machen und nachverfolgen, wie diese im Land ankommen. Denn nicht jede Änderung ist unumstritten.

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Wenn die Landtagswahl eine Netflix-Serie wäre...

Bei dieser Wahl dürfen die Logos der Parteien auf den Wahlzetteln abgebildet werden.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Wahl ab 16

Jugendliche mit 16 und 17 Jahren dürfen an dieser Landtagswahl in Schleswig-Holstein teilnehmen. Das Land erhofft sich davon rund 57 000 neue Wähler. 2013 änderte die rot-grün-blaue Regierungskoalition das Wahlgesetz. Nicht alle Parteien waren von der Idee begeistert, wie ihr hier lesen könnt. CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther sagte: „Man muss junge Menschen jung sein lassen. „Wir hätten uns gewünscht, dass erst die politische Bildung an Schulen gestärkt und dann das Alter gesenkt wird“, heißt es von FDP-Sprecher Klaus Weber. Aber wann ist man schon reif oder erwachsen genug?

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Im Wohnmobil wählen

Bei dieser Wahl werden in einem bundesweit erstmaligen Projekt mobile Wahllokal im Amt Bordesholm eingesetzt. An vier Sonnabenden im April schwärmen jeweils vier Wahlteams zu Tankstellen oder Supermärkten in den 14 Gemeinden aus. Bürger können dort mit ihrem Personalausweis oder Wahlbescheid die Unterlagen für die Briefwahl bekommen und direkt vor Ort wählen. Damit das auch geheim geschieht, wurde im Wahlmobil, das eigentlich ein Wohnmobil ist, die Dusche in einem Wahlkabine umfunktioniert. Bei dem Test soll herausgefunden werden, ob mehr Menschen wählen, wenn es ihnen erleichtert wird. Außerdem möchte der Landtag herausfinden, ob diese mobilen Wahlteams in anderen Regionen oder sogar Städten sinnvoll wären. Wobei der Einsatz in Städten deutlich teurer wird, als in ländlichen Regionen. Wie die Aktion ankommt, lest ihr hier.

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Logos auf den Wahlzetteln

Erstmals werden die Parteilogos auf den Wahlzetteln abgebildet. Und Bürokratie wäre nicht Bürokratie, wenn die Größe nicht vorab auf den Millimeter genau festgelegt worden wäre. Höchstens 18 Millimeter hoch und 45 Millimeter breit dürfen die Logos sein.

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Per Post entscheiden

Weitere Neuerungen sind, dass die Briefwahlfrist um eine Woche verlängert wird und Anträge zur Briefwahl schon vor Erhalt der Wahlbenachrichtigungen eingereicht werden können. Wie eine Briefwahl funktioniert, seht ihr hier.

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Leicht verständlich

Damit jeder die Wahlbenachrichtigung verstehen kann, wird erstmals einfache Sprache verwendet. Die Sätze sind kurz gehalten, Worte wie Landtag, Postleitzahl oder Wahltag durch Bindestriche unterbrochen. In Bremen wurde das Einfach-Wahldeutsch schon eingeführt und sorgte für Proteste. Auch in Schleswig-Holstein sorgte das neue "Einfachdeutsch" für Aufsehen.

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Wahlrecht wurde ausgeweitet

Als Reaktion auf die UN-Behindertenrechtskonvention dürfen an dieser Landtagswahl auch Menschen teilnehmen, die unter Vollbetreuung stehen.

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