3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Eine Reise entlang der Seidenstraße

Eine Reise entlang der Seidenstraße

Usbekistan, wo liegt das denn und was wollt ihr da überhaupt? – so oder so ähnlich mögen einige Kommentare vorab geklungen haben. Aber die mutige, entdeckungsfreudige und interessierte Gruppe der Kieler Nachrichten und Segeberger Zeitung konnte das nicht stoppen.

Voriger Artikel
Unterwegs in Marokko, dem "Königreich des Westens"
Nächster Artikel
Madeira - Blumenzauber im Atlantik

Vor dem Mausoleum in Chiwa. Foto: Sandra Thomsen.

Quelle: Foto: mw

Und so starteten wir Mitte April mit insgesamt 24 Teilnehmern direkt von Hamburg nach Urgench. Und wir sollten nicht enttäuscht werden. In einer Woche ging es für uns entlang der Reiseroute Chiwa – Bukhara – Sharisabs – Samarkand nach Tashkent, der Hauptstadt Usbekistans. Dabei immer an unserer Seite unser überaus herzliche Reiseleiter Musa, der manchmal so viel mehr wusste, als wir aufnehmen konnten.

110616_1239_chor_minor_bukhara.jpg

Die Leserreisenden vor dem Chor Minor in Bukhara.
Foto: Sandra Thomsen.

Zur Bildergalerie

Chiwa, wo unsere Gruppe die erste Nacht in einer sehr familiären Unterkunft zentral in der Altstadt verbrachte, ist seit 1967 eine Museumsstadt, die seit 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Altstadt Chiwas, Ichan Kala genannt, ist innerhalb der 2,2 km langen Stadtmauer gelegen und bildet das Herzstück der Stadt.

Mit dem Bus ging es am nächsten Tag in einer Tagesetappe durch die Wüste in die heiligste Stadt Mittelasiens, nach Bukhara. Seit 1993 gehört Buchara mit seinen über 350 Moscheen und 120 Medresen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders eindrucksvoll ist die Mir-i-Arab Medrese mit ihren blauen Kuppeln. Vor den Moscheen haben Kinder ihre Stände aufgebaut, um uns Touristen in fast perfektem Deutsch und Englisch von der Qualität ihrer Mützen, Schals oder Keramik zu überzeugen. Die Schönheit von Chor Minor (vier Minarette) machen insbesondere seine Form und die vier himmelblauen Kuppeln aus. Die 17 m hohen Türme stammen aus dem Jahr 1807 und sind das Überbleibsel einer früheren Medrese. Hier entstand bei wunderbarem Sonnenschein unser abgebildetes Gruppenbild.

Die nächste Etappe unserer Reise durch Usbekistan führte über Sharisabs, der Heimatstadt von Amir Timur, nach Samarkand. Timur (1336-1405) machte Samarkand zur Hauptstadt seines Reiches, das von Indien bis zum östlichen Mittelmeer reichte. Mit Timur begann auch der Bau der atemberaubenden Bauwerke, die wir bestaunen durften. Das Herz Samarkands ist sicher der Registan (Registan: sandiger Platz).

Mit einem traditionellen Abendessen unter freiem Himmel geht unsere Reise in Tashkent dem Ende entgegen. Voller Eindrücke ging es nach einer Woche wieder nach Hamburg zurück. Im Gepäck jede Menge Mitbringsel, darunter Tücher, Töpferware und handgeknüpfte Teppiche, sowie verschiedene Tees und Gewürze. Damit werden sicherlich noch viele der ganz besonderen, interessanten und herzlichen Momente noch lange in unseren Erinnerungen bleiben.

Sandra Thomsen

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ratgeber: Reise 2/3