Fischerhütte. Wie die Wasserschutzpolizei Brunsbüttel mitteilte, war der britische Frachter „Kitty C“ gegen 8 Uhr vom Kurs abgekommen und mit erheblicher Wucht in die Fährstelle gefahren. Der Kapitän und der Decksmann der Fähre konnten sich in letzter Minute an Land retten. Passagiere und Autos befanden sich zum Glück nicht auf der „Swinemünde“. Mehrere Haltepfähle (Dalben) wurden bei dem Aufprall umgeknickt und teilweise unter die Fähre geschoben. Die Kommandobrücke der „Swinemünde“ ist zur Seite geknickt worden und beschädigt.
Bis zum Eintreffen einer Ersatzfähre musste die Fährlinie nahe der Gemeinde Hanerau-Hademarschen am Sonnabend geschlossen werden. Der Verkehr wurde über die benachbarte Fährstelle Oldenbüttel sowie die Grünenthaler Hochbrücke umgeleitet. Die erst vor einem Jahr in China gebaute „Kitty C“ fuhr nach kurzer Untersuchung des Schadens nach Brunsbüttel. Das 106 Meter lange Schiff wird zur Reparatur möglicherweise nach Hamburg fahren.
Die Ursache des Unfalls ist nach ersten Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei Brunsbüttel ein Steuerfehler auf der Brücke des Frachters. Die Ermittlungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Die Kanalfähren sind immer wieder von Havarien betroffen. 1985 war die Fähre Fischerhütte bereits einmal so schwer gerammt worden, dass sie Monate ausfiel. Den letzten Unfall hatte es vor vier Jahren bei der Engstelle in Landwehr gegeben, als ein Frachter in die Fährstelle fuhr und diese schwer beschädigte.
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