Platello – dat is een niegen Internetdeenst, wo sik allns üm Platt dreiht. Üm de plattdüütsche Warben, üm plattdüütsche Norichten, dor kann man Platt liern un dor gifft sogoor een Branchenbook, wo binn steiht, in welke Lodens man mit de Verköpers Platt snacken kann. De Idee för düsse Siet is vun Steffen Persiel. He kümmt ut de Lüneborger Heid vun‘ Buernhoff un hett all een plattdüütschen Medienservice op de Been stellt. De Marketing-Experte is all lang dorbi, de plattdüütsche Spraak in de Geschäftswelt rintobringen: „Dat Malöör vun veele Lüüd is, datt se twars bannig geern Platt snacken wüllt – blots se finndt nüms de dat kann“, verkloort he. Dat schall nu anners warrn. Dorför will he sorgen. Un dat Beste: Dat kust nix – de Ünnernehmen nich un de Kunnen ook nich.
„Die Zukunft hat 30.524 Wörter“ – schrifft de Lannes-CDU in ehr Regeerungsprogramm för de tokaamen veer Johr. Blots dörtein Wöör finndt de Partei för de Tokunft vun uns plattdüütsche Spraak: „Wir werden uns auch zukünftig für die Erhaltung einer lebendigen niederdeutschen Sprache einsetzten.“ Un bi de annern Parteien süht dat nich veel beter ut. Dorüm hett de Heimatbund sik mit den Plattdüütsche Raat för Sleswig-Holsteen tosamensett. Dorbi rutsuert sünd de „Wahlprüfsteine Niederdeutsch“. Dormit wüllt se de CDU, de SPD, de FDP, de Grönen, den SSW un de Linke mol örnli op’n Teen föhlen, wat de mit de plattdüütsche Spraak opstellen wüllt, wenn se an’t Regeern kaamt . . . De Antwurten, de se kreegen hebbt, „können in weiten Teilen allerdings nur als enttäuschend angesehen werden“, meent Marianne Ehlers un Klaus Nielsky, de beiden Spreeker vun‘ Plattdüütschen Raat. „Wi bruukt Verbindlichkeiten – so as Hamborg dat hett“, foddert Marianne Ehlers bavento.
„Ik maak jüst dat, wat för mi richtig is. Ik weet noch nich, wat kümmt. Aver dor warrd sik jümmers wat ergeeven“, hett Cornelia Ehlers (30) mi vör veer Johr vertellt. Dor weer se graad Dramaturgin an’t Staatstheoter vun Ollenborg wurrn. Un twaars för’t Nedderdüütsche Schauspeel. Nu kriggt se eene niege spannende Opgaav: Se warrd Dramaturgin an de nogelniege Studiobühn vun’t Ohnsorg-Theoter in Hamborg. „Ik heff dormit gor nich rekent. Se hebbt dor jo eegentli een Dramaturgin in’t Huus. Vun dorher weer dat för mi een groot Överraschen.“ Dat ehr Modderspraak Plattdüütsch dorbi een ganz groote Rull speelt hett, dorvun is se övertüügt.
„ … am 30. April 1922, einem Sonntag – schrieb ich in später Nachtstunde meine ersten Kinderverse nieder und gab ihnen den Titel „Die Häschenschule“. Die Verse purzelten mir nur so aus der Feder . . . Ich hatte, als das Gedicht um Mitternacht fertig vor mir lag, das Gefühl, dass man als Verfasser leider nur so selten hat: Diesmal ist dir wirklich etwas gelungen!“ schrifft Albert Sixtus (1892-1960). Negentig Johr is dat nu her. Vör neegentig Johr seet de Schoolmeister in sien Stuuv un hett riemelt. För sien lütten Söhn Wolfgang. Bit Middernacht. Denn is he in de Slaapstuuv gahn un hett sien Fru Milda de Haasen-Riemels vörleest - kumplett: „Gut, gut! Fein, fein! Das lass mal drucken!“ hett de blots meent. Rutsuert is dorbi dat berühmte Kinnerbook „Die Häschenschule“.
„Wokeen op’n Droht is, de is op Zack. De kriggt wat in de Reeg. Un de negentein Schölers vun‘t Berufliche Gymnasium in Husum, de sünd förwiss böös op Droht. De hebbt nämli in ehrn Literatur-Kurs wat ganz Besünneres op de Been stellt: Een Spraak-Kurs op Platt, un dat in’t Nett. „Op’n Droht“ – so heet de Kurs – bedüüt aver nich blots, datt dat plietsche junge Lüüd sünd, dat bedüüt ook, datt de Ünnerricht online is.
„Das Plattdeutsche liegt mir besonders am Herzen. Mir sind deshalb Menschen ausgesprochen wichtig, die sich für den Erhalt meiner und unserer Heimatsprache einsetzen.“ Da hett Ministerpräsident Peter-Harry Carstensen verleeden Week togeeven, as he dree groote plattdüütsche Persönlichkeiten den Verdeenstorden vun’t Land Sleswig-Holsteen ansteeken hett.
Opsternaatsch – dat plattdüütsche Woort mach ik to üm to geern. Dat hett so’n beten wat vun bockig, vun „wohrschau! Ik laat mi nich allens gefallen“.
„Ferientiet“, „Wat de Buur nicht kennt“, „Glück hatt“, „Kinner“, „Hartpuckern“ un nu düsse Daag „Öllern“. Dat sünd allns Themen ut den NDR-Schrievwettbewarf „Vertell doch mal“. Un dat is man blot‘s een knappe Utwohl. Middewiel löppt „Vertell“ al in‘t veeruntwintigste Joar bi‘n NDR. Un jeeds Joar sett sik de Minschen wedder hen, wöhlt in ehrn Bregen, buddelt sik deepdinkern jichenswohen un töövt op den besünnern Infall för ehr plattdüütsch Geschicht. Över de Joarn sünd dor üm un bi 36.000 Vertelln bi rutkomen. 36.000! Kannst di dat vörstelln? Wenn de al op eenmol anfangt un flustert ehre Geschichten inne Welt – wat‘n Suusen un Bruusen un dat allns op Platt. Aver wo blievt se eegentli, all düsse schönen Geschichten, de sik Froons- un Mannslüüd utdacht hebbt un mit de Hand, mit de Schrievmaschin oder hüüttodaags mit den Computer opschreeven hebbt? De fleegt doch wull nich in‘ Papeerkorb?
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