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Holstein Kiel Kingsley Schindler neu im Storchennest
Sport Holstein Kiel Kingsley Schindler neu im Storchennest
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17:10 21.06.2016
Von Andreas Geidel
Kingsley Schindler ist neu bei Holstein Kiel. Quelle: imago
Kiel

Gute Laune und eine XXL-Portion Energie strahlte Ralf Becker am Dienstagvormittag aus. „Endlich geht’s wieder los, endlich rollt der Ball zumindest im Training wieder“, freute sich der Geschäftsführer Sport des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel über das Ende der Theorie-Wochen. Und präsentierte inklusive des weiter von Mainz 05 ausgeliehenen Robin Zentner sogleich den sechsten externen Neuzugang der Störche: Kingsley Schindler, 22 Jahre jung, gebürtiger Hamburger, zuletzt in Diensten der in der Regionalliga Südwest beheimateten TSG 1899 HoffenheimII.

Schindler kommt ablösefrei zurück in den Norden, ist auf der rechten Außenbahn sowohl defensiv als auch offensiv einsetzbar und erhält bei Holstein einen Dreijahresvertrag. „Wir erhoffen uns von ihm, dass er bei uns sein großes Potenzial abrufen kann und das auch in der für ihn nächsthöheren Spielklasse zeigt“, urteilte Cheftrainer Karsten Neitzel. Eine Beschreibung, die Becker noch positiv ergänzte: „Er ist schnell, unheimlich dynamisch, taktisch super geschult und ein sehr starker Umschaltspieler. Seine Qualität, sein Alter, seine Vertragssituation und seine Motivation, unbedingt für Holstein die Stiefel schnüren zu wollen, bilden das Gesamtpaket, das uns auch aus perspektivischer Sicht restlos überzeugt hat.“

Schindler erhöht das Kontingent der U23-Profis, von denen vier pro Spieltag im 18er-Kader laut Drittliga-Reglement auftauchen müssen, auf sechs Köpfe. Neben dem 1,83 Meter großen Talent mit deutschem Pass und ghanaischen Wurzeln erfüllen noch Zentner, Luca Dürholtz, Arne Sicker, Miguel Fernandes und Bernd Schipmann diesen Status.

Das Fußball-ABC erlernt hat Schindler bei Concordia Hamburg, als A-Jugendlichen zog’s ihn zu Hannover 96. Von 2012 bis 2013 stand er beim Nordost-Regionalligisten TSG Neustrelitz unter Vertrag. In den vergangenen drei Jahren durchlief er die Hoffenheimer Fußballschule, absolvierte dort insgesamt 77 Viertliga-Spiele. In der vergangenen Saison war er mit drei Treffern und zehn Vorlagen ans insgesamt 13 Hoffenheimer Toren direkt beteiligt. „Ich bin damals in der Hoffnung zur TSG gewechselt, mich für die Bundesliga empfehlen zu können. Das hat trotz der tollen Ausbildung dort und trotz der regelmäßigen Kontakte zum Bundesliga-Kader nicht so geklappt. Doch für mich gilt: Wenn sich in Hoffenheim eine Tür für mich geschlossen hat, geht hier in Kiel eine andere auf“, erklärte der neue Störche-Flügel.

Angebote aus der Zweiten und Dritten Liga habe er, so Schindler, gehabt, doch „in Kiel war die Perspektive für mich am besten. Die Bedingungen hier im Trainingszentrum haben mich umgehauen. Und ich bin wieder im Norden und damit zu Hause“. Zu Hause, das bedeute für ihn nicht zuletzt die Nähe zu seiner in Hamburg lebenden Familie. Klappt es jetzt noch zügig mit der Suche nach der passenden Wohnung, ist der Einstieg Kingsley Schindlers in Kiel perfekt.

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