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Holstein Kiel Frühes Tor von Heider liefert drei Punkte
Sport Holstein Kiel Frühes Tor von Heider liefert drei Punkte
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19:17 17.08.2013
Von Frank Molter
Marc Heider (rechts) und Tim Siedschlag (links) behaupten sich gegen Adli Lachheb (mitte) Quelle: Klahn
Kiel

  Vor den Augen von Ministerpräsident Torsten Albig und Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke hatte sich Marc Heider schon nach acht Minuten für das Vertrauen von Holstein-Trainer Karsten Neitzel bedankt. Für Marcel Schied erstmals in dieser Saison von Beginn an auf dem Platz sorgte der KSV-Stürmer nach einer Kieler Zauberkombination über Patrick Herrmann, Fabian Wetter und Casper Johansen für das 1:0. „Es waren Nuancen, die diesmal für Marc gesprochen haben. Unsere Offensive ist so gut besetzt, da kann man eigentlich jeden von Beginn an aufstellen“, erklärte Neitzel seine Entscheidung pro Heider.  Die frühe Führung brachte anschließend zwar viel Sicherheit in das Spiel der Hausherren. Bis auf zwei Freistöße von Holstein-Kapitän Rafael Kazior (15.) und Fabian Wetter (38.) sowie einen Wetter-Fernschuss (26.) brachten die Kieler das Tor von HFC-Torhüter Pierre Kleinheider allerdings nicht mehr in Gefahr. Auf der anderen Seite herrschte im Hoheitsgebiet von KSV-Schlussmann Max Riedmüller nahezu Komplettflaute. Dreimal hatte der HFC das Kieler Tor anvisiert. Beim ersten Mal flog der Ball über das Stadiondach (28.), beim zweiten Mal rettete Riedmüller gegen Merkel reflexartig zur Ecke, und der dritte Versuch landete abermals in den Weiten des Kieler Nachmittaghimmels. Es waren die einzigen Offensiv-Aktionen, die die taktisch sehr diszipliniert zu Werke gehende Holstein-Deckung zuließ. Den Hallensern war das fehlende Selbstvertrauen nach dem frühen Rückstand deutlich anzumerken.  

Es hat zum zweiten Heimsieg in der dritten Liga gereicht: Holstein Kiel hat am Sonnabend den Halleschen FC mit 1:0 besiegt. Torschütze für die Störche war Marc Heider in der achten Minute.

Mit einem Doppelwechsel zur Halbzeit versuchte HFC-Trainer Sven Köhler das Ruder im zweiten Durchgang noch einmal rumzureißen. Doch vor 5819 Zuschauern war Holstein dem 2:0 viel näher als der HFC dem Ausgleich. Wenn überhaupt strahlten die nun auf den letzten Tabellenplatz zurückgefallenen Gäste lediglich bei Standardsituationen Gefahr aus. Holstein verwaltete die Führung konzentriert, musste sich am Ende aber den Vorwurf gefallen lassen, nicht mehr Kapital aus seinen zahlreichen Kontern geschlagen zu haben. Nach Pass von Herrmann hätte u.a. der eingewechselte Marcel Schied (90.) den Ball aus fünf Metern Entfernung zum 2:0 über die Linie schieben müssen. „Das war zeitweise ein zähes Spiel. Umso glücklicher bin ich, dass uns die Fans in diesen Phasen super unterstützt haben“, sagte Neitzel zum zweiten Kieler Saisonsieg. „Acht Punkte sind super, aber nicht zum Ausruhen. Das ist sowieso niemals erlaubt.“ Am kommenden Sonnabend gastiert Holstein beim Titelanwärter Preußen Münster, der mit einem 1:1 vom bisherigen Spitzenreiter Wehen Wiesbaden zurückkehrte.

Holstein Kiel: Riedmüller – Herrmann, Wahl, Gebers, Wetter – Siedschlag, Krause, Danneberg, Johansen (74, Schied) – Heider (63. Sykora), Kazior (88. Hartmann). Trainer: Neitzel.

Hallescher FC: Kleinheider – Baude, Lachheb, M. Franke (70. Kojola), Ziebig – Wagefeld, Brügmann (46. Gogia) – Bertram (46. Zeiger), Lindenhahn, To. Schmidt – Merkel. Trainer: Köhler.

Schiedsrichter: Rohde (Rostock)

Tore: 1:0 Heider (8.)

Zuschauer: 5819

Den Spielverlauf können Sie im Liveticker auf KN-online nachlesen.

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