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00:18 11.08.2013
Von Andreas Geidel
 Lieblingspose der Störche: Marcel Gebers (li.) bejubelt einen seiner zwei Treffer beim 5:1-Heimsieg gegen Saarbrücken. Quelle: pae
Kiel

Von der wenig Furcht einflößenden Bilanz der Schwaben, die im Landespokal-Achtelfinale am Mittwoch selbst beim Sechstligisten FC Wangen nur mit 1:0 gewannen, lässt sich Karsten Neitzel ungeachtet der bislang erfreulichen vier Zähler (0:0 in Rostock, 5:1 gegen Saarbrücken) seiner Schützlinge nicht beirren. „Klar, wir wollen unseren kleinen Lauf pflegen. Aber wir müssen auch gegen die Kickers konzentriert gegen den Ball arbeiten und die Spannung hoch halten“, mahnt der KSV-Cheftrainer. Schon wenige Prozente Leistungsabfall könnten für ein böses Erwachen sorgen.

 Eingerichtet sei man, so Neitzel, dank diverser Beobachtungen auf die „wahnsinnige Personal-Rotation der Stuttgarter“. Kickers-Kollege Massimo Morales kündigte derweil gestern eine verstärkte Defensive seiner Blau-Weißen an. Die Heimelf setzt auf Konter. „Mit zwei schnellen Außen und langen Bällen auf Daniel Engelbrecht, den ich aus meiner Bochumer Zeit noch gut kenne“, mutmaßt Neitzel. Seine eigene Offensivabteilung, in die morgen Marc Heider nach abgebrummter Gelb-Rot-Sperre zurückkehren könnte, bewertet der 45-Jährige als „extrem gut“. Auf Formschwankungen einzelner Akteure könne jederzeit reagiert werden. Im Optimalfall könne dieser Fakt „zu einem Riesenvorteil gegenüber der Konkurrenz“ reifen. Neitzels Credo: Wir wechseln nicht aus, wir legen nach!

 Wie beim jüngsten 5:1-Heimerfolg gegen Saarbrücken, als Abwehrchef Marcel Gebers in die Rolle des Doppelpack-Schützen schlüpfte („Das war auch Glück, das klappt natürlich nicht an jedem Spieltag so perfekt“) und Jaroslaw Lindner und Fiete Sykora als Joker stachen. Dass die Saarländer danach Werder Bremen aus dem DFB-Pokal warfen, sorgt für angemessene Genugtuung bei Neitzel: „Immerhin sieht man daran, dass die Saarbrücker kein Kanonenfutter sind. Unsere Angreifer haben sich gegen die mehrfach intelligent bewegt. Aber wir haben auf der Gegenseite in einigen Szenen auch wahnsinniges Glück gehabt. In zwei, drei Situationen vor unserem Tor hätte das Spiel leicht eine andere Richtung nehmen können.“

 Stößt des Trainers Appell bei der Kieler Defensive auf offene Ohren, scheint der zweite „Dreier“ in Folge keine Utopie. Die abendliche Bahn-Rückreise könnte tatsächlich zum Störche-Trip auf dem fliegenden Teppich mutieren.

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