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Holstein Kiel Holstein Kiel trennt sich vom HSV II 0:0
Sport Holstein Kiel Holstein Kiel trennt sich vom HSV II 0:0
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14:26 12.05.2013
Von Andreas Geidel
Holsteins Marlon Krause behauptet den Ball gegen Zhi-Gin Lam. Quelle: pn
Hamburg

Da lacht das Phrasenschwein: Auch das Leben in der Fußball-Regionalliga Nord ist kein Wunschkonzert, in der finalen Saisonphase zählen nur Resultate. Und so verdiente das 0:0 der Kieler „Störche“ beim Hamburger SV II wahrlich keinen Schönheitspreis, war die Holstein-Leistung allenfalls in einigen Phasen der zweiten Halbzeit eines Meisters würdig. Doch der hoch verdiente Punkt öffnet dem Spitzenreiter von der Förde das Tor zu den Aufstiegs-Play-offs sperrangelweit.

Zudem erfüllten die Kieler Profis die Vorgabe von Trainer Thorsten Gutzeit, der mit Vehemenz endlich einmal wieder ein Spiel ohne Gegentor gefordert hatte.Auch dieser Prämisse war die eher defensiv ausgerichtete Aufstellung geschuldet. Marcel Gebers feierte auf der „6“ sein Comeback nach gut achtmonatiger Verletzungspause. Marlon Krause übernahm für den gesperrten und sich mit den Folgen eines Handbruchs plagenden Patrick Herrmann die Rechtsverteidiger-Position, Gerrit Pressel anstelle des ebenfalls gelbgesperrten Fabian Wetter die auf der linken Abwehrseite. Tim Siedschlag begann für Marc Heider auf der rechten Offensivbahn, Casper Johansen wechselte auf die für ihn unbekannte linke Flanke. Und für den grippekranken Morten Jensen stand Niklas Jakusch zwischen den Pfosten des Kieler Tores.

Jakusch hatten es die „Störche“ letztlich zu verdanken, dass sie mit dem Remis nach Hause fahren durften. Denn nur dank seines schier unglaublichen Reflexes gegen Kelbels Schuss (71.) aus vier Metern blieb es bei der hinten stehenden Null.Auf der Gegenseite hatten die gut 1000 Schlachtenbummler im Norderstedter Edmund-Plambeck-Stadion bei den Versuchen des ansonsten offensiv blassen Johansen (17., 75.) sowie bei den Chancen von Marcel Schied (50.) und Gebers (84.) den Torschrei auf den Lippen. Ansonsten boten sich hüben wie drüben nur selten packende Strafraumszenen, vor allem in Durchgang eins agierte der Spitzenreiter aus Kiel beim Versuch, die Gutzeit-Marschroute umzusetzen, entschieden zu passiv, standen Kapitän Rafael Kazior und Co. gegen taktisch versierte und nur 48 Stunden nach dem 2:1-Sieg gegen Havelse keineswegs kräftemäßig nachlassende Hanesaten in ihrer Grundordnung zu tief. Auch das Umschaltspiel hakte, manch gut gemeinter Kombinationsansatz geriet allerdings auch zum Opfer der katastrophalen Platzverhältnisse.

Dennoch meinte Gutzeit keineswegs unzufrieden: „Wir müssen mit Blick auf die möglichen Aufstiegsspiele lernen, geduldig zu sein und hinten sicher zu stehen. Das ist uns heute zumeist gelungen.“ Und der Sportliche Leiter Andreas Bornemann ergänzte: „Wir haben heute wieder fünf Positionen verändern müssen. Jetzt haben wir zwei Heimspiele, um den Deckel auf die Meisterschaft draufzupacken.“

HSV II: Neuhaus – Bergmann, Dettmann, Sternberg, Sowah – Lam (61. Shirdel), Bahn, Nörgaard (82. Halili), Graudenz – Kelbel, Maggio (75. Pulido)

Holstein Kiel: Jakusch – Krause, Urban, Hartmann, Pressel – Gebers, Kazior – Siedschlag (75. Meyer), Johansen – Sykora - Schied (70. Heider)

Schiedsrichter: Ehlers (Weyhe) – Zuschauer: 1350 – Gelbe Karten: Sternberg, Bahn, Graudenz – Urban, Kazior, Krause, Gebers, Heider.

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