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Holstein Kiel Holstein Kiel verliert Testspiel gegen den HSV
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22:02 24.03.2016
Von Thomas Pfeiffer
Steven Lewerenz (li.) und Eidur Sigurbjörnsson gratulieren Saliou Sané (Mitte) zum Anschlußtreffer. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Vor 8986 Zuschauern boten die Störche den favorisierten Hanseaten spielerisch und kämpferisch Paroli, lediglich die effektivere Chancenverwertung vor dem Wechsel führte zum ebenso knappen wie glanzlosen Erfolg der Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia.

Die Kälte der Hanseaten vor dem Tor erwies sich schon früh als (vorläufiger) Stimmungstöter im Holsteinstadion. Als Pierre-Michel Lasogga einfach nicht angegriffen wurde und auf seinen Sturmkollegen Sven Schipplock passte, der KSV-Keeper Robin Zentner leichtfüßig aussteigen ließ, war der erste Dämpfer nach vier Minuten und acht Sekunden perfekt. Von diesem Treffer beflügelt, ließ der HSV-Edelreservist den genesenen Holstein-Kapitän Rafael Czichos mit einer einfachen Körperdrehung aussteigen und markierte mühelos seinen zweiten Treffer (9.).

Doch wer befürchtete, das sei der Beginn eines Debakels für das Team von KSV-Coach Karsten Neitzel, sah sich getäuscht. Mit ihrem Pressing und dem gewohnten Kurzpassspiel ließen die Platzherren den Unterschied zwischen Erster und Dritter Liga verschwimmen. Maik Kegels feiner 25-m-Strahl knapp am Tor vorbei (10.) und das feine Solo des eingewechselten Edel-Technikers Fabian Schnellhardt, der am Fuß von HSV-Torwart Jaroslav Drobny scheiterte (41.), waren Ausdruck der guten Störche-Moral. Dem stand Schipplocks Scheitern eine Minute vor der Pause gegenüber, der aus sechs Metern das leere Tor nicht traf.

Hier finden Sie Fotos vom Testspiel Holstein Kiel gegen den HSV im März 2016.

Vier Wechsel zur Pause entfachten frisches Feuer bei den Gastgebern, die jetzt gar die Spielkontrolle übernahmen. Der Lohn blieb nicht aus: Eine Freistoßhereingabe von Kegel köpfte Czichos auf den Fuß von Saliou Sane, der beherzt zum umjubelten Anschlusstreffer vollstreckte. Und zum Tollhaus wäre die Kieler Arena wohl geworden, hätte Marc Heider, glänzend in Szene gesetzt von Sane, den Ball statt an den Außenpfosten ins Netz gesetzt (68). Holstein war am Drücker, kombinationssicher und zweikampfstark, der große HSV reagierte nur noch. Rene Guder aus 25 Metern an die Latte (85.) – das wär’s gewesen, doch es blieb bei der ehrenvollen Niederlage gegen einen konsternierten HSV.

KSV-Trainer Karsten Neitzel war entsprechend zufrieden: „Das war ein wichtiger Test für uns, weil mehrere Spieler aus Verletzungen kamen. Wir haben gesehen, dass wir einen breiten Kader haben, der es immer schwieriger macht, die erste Elf zu finden. Das war ein Freundschaftsspiel mit  Charakter auf dem Platz.“

Statistik:

Holstein Kiel: Zentner (46. Jakusch) – Herrmann (73. Guder), Sigurbjörnsson (73. Schmidt), Czichos (85. Mandel), Kohlmann (73. Sicker) – Nyarko (73. Wirlmann) – Evseev (46. Lewerenz), Kegel (85. Arndt), Janzer (28. Schnellhardt) – Fetsch (46.Heider), Schäffler (46. Sane).

Hamburger SV: Drobny (46. Hirzel) – Diekmeier (68. Arslan), Haut, Kacar,  Ostrzolek (46. Seo) – Jung – Bahoui (75. Carolus), Holtby, Ilicevic (46. Nicolai Müller) – Schipplock, Lasogga.

Schiedsrichter: Jablonski (Bremen) – Tore: 0:1 Schipplock (5.), 0:2 Schipplock (9.), 1:2 Sane (54.) - Zuschauer: 8986.

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