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Holstein Kiel Holstein punktet in Stuttgart
Sport Holstein Kiel Holstein punktet in Stuttgart
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00:15 13.08.2013
Von Andreas Geidel
Die Holstein-Spieler jubeln nach dem späten Ausgleich von Marcel Gebers. Quelle: Nawe
Stuttgart

Der Fußball-Gott hatte an diesem sonnigen Nachmittag ein Einsehen mit dem wackeren Drittliga-Aufsteiger Holstein Kiel! Der schien im Stuttgarter Gazi-Stadion alles verloren zu haben. In der Schlussminute eines kampfbetonten, spielerisch aber äußerst niveauarmen Spiels hatte Kevin Dicklhuber seine Kickers nach Patzern der Kieler Fabian Wetter und Maximilian Riedmüller in Führung geköpft. Der erste Schwaben-Treffer dieser Saison nach zuvor 269 torlosen Minuten.

Der Sieg der sich nach zwei Niederlagen zum Auftakt gar nicht erst um Spielkultur bemühenden Stuttgarter lag auf dem Silbertablett. Doch die Süddeutschen hatten die Rechnung ohne die Störche-Moral gemacht. Mit dem Mute der Verzweiflung schlugen sie die Kugel in den Hoheitsbereich der Kickers, erkämpften in der Nachspielzeit die fünfte Ecke. Tim Siedschlag, beim jüngsten 5:1-Kantersieg gegen Saarbrücken dreifacher Vorbereiter, zirkelte den Ball auf den Kopf von Abwehrchef Marcel Gebers, der seinem Doppelpack gegen die Saarländer nun per Kopf  den von immerhin 267 Schlachtenbummlern gefeierten Treffer zum Last-Minute-Ausgleich folgen ließ. Es war zugleich die erste nennenswerte Offensivaktion der Störche, die diesen Punkt dennoch verdient hatten.Während Gebers nach ausgedehntem Jubellauf sein Glück kaum in Worte fassen konnte („Ich weiß auch nicht, ich habe im Moment einfach einen Lauf. Und ich habe selbst nach dem 0:1 noch an unsere Chance gelaubt“), analysierte Holstein-Cheftrainer Karsten Neitzel: „Das war heute ein typisches Drittligaspiel mit viel Kampf, weiten Schlägen sattt kontrollierten Spielaufbaus und gefühlten 200 Kopfballduellen. Jetzt gibt’s Kopfschmerztabletten für unsere Innenverteidiger – und dann geht’s ab nach Hause.“ Sprach’s, freute sich letztlich über Saisonzähler Nummer fünf und versprach seinen Schützlingen viel Arbeit: „Denn im nächsten Heimspiel gegen Halle müssen unsere Aktionen bei eigenem Ballbesitz wieder besser werden.“Wie zuvor beim 0:0 in Rostock, vor allem aber im Holsteinstadion gegen Werder-Bremen-Bezwinger Saarbrücken. „Das waren Leckerbissen im Gegensatz zum Spiel  heute“, sagte abschließend Kapitän Rafael Kazior – mit dem Zusatz: „Den Punkt nehmen wir natürlich gerne mit.“Stuttgarter Kickers: Wagner – Gerster, Leist, Stein, Evers – Dicklhuber, Braun, Baumgärtel, Savranioglu (53. Engelbrecht/85. Aki) – Ibrahimovic (70. Leutenecker), Alvarez.Holstein Kiel: Riedmüller – Herrmann, Gebers, Wahl, Wetter – Siedschlag, Krause, Danneberg, Johansen (70. Sykora) – Schied (60. Heider), Kazior (87. Breitkreuz).Schiedsrichter: Winkmann (Kerken) – Tore: 1:0 Dicklhuber (90.), 1:1 Gebers (90.+2) – Zuschauer: 3600 – Gelbe Karten: Baumgärtel – Kazior, Danneberg.

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