Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Holstein Kiel Störche machen sich winterfest
Sport Holstein Kiel Störche machen sich winterfest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 09.12.2013
Von Andreas Geidel
ܜberzeugt vom neuen Kunstrasen: Gerd Jahn (links) und Uwe Schubert (rechts) Quelle: hfr
Kiel

Die ebenfalls neu verlegte Drainage mit den außerhalb des Stadions endenden Ablaufschläuchen soll zudem dafür sorgen, dass die früher zu dieser Jahreszeit übliche Pfützenbildung der Vergangenheit angehört.

Nicht ohne eine Portion Stolz präsentiert Wolfgang Schwenke „das Pilotprojekt in Schleswig-Holstein“, das auch dank der Mithilfe der Holstein-Partnerfirmen „Kriegel“ (Heizung-Lüftung-Klimatechnik) und „AX5“ (Architektenbüro) Gestalt angenommen hat, und dessen Zahlen. 32 Kilometer Heizschlaufen schlängeln sich in 22 Zentimeter Tiefe unter der Rasenoberfläche. 22000 Liter Wasser-Glykol-Mischung fließen laut Erklärung des Kaufmännischen Geschäftsführers des Kieler Drittligisten durch dieses System. „Bis zum 23. Dezember speisen wir unsere Rasenheizung mit Heizöl. Die Temperatur wird konstant auf 30 Grad gehalten“, so Schwenke. Das mobile Aggregat inklusive des 5000 Liter fassenden Tanks steht hinter dem GästeblockO.

 Nach der letzten Heimpartie des Jahres gegen Hansa Rostock am 21. Dezember ersetzt laut Holstein-Plan ein auf einem festen Fundament installierter Container die derzeitige Zwischenlösung. Statt mit Heizöl erfolgt die Erwärmung dann mit Erdgas aus der angrenzenden Stadtwerke-Versorungsleitung. Fünf Fühlerpunkte auf dem Rasen sollen der Heizzentrale im Container elektronisch die Temperatur signalisieren. „Ab einer bestimmten Gradzahl springt die Rasenheizung dann automatisch an und regelt deren Temperatur bis maximal 43 Grad“, erklärt Schwenke, der die Energiekosten für eine Wärmeperiode je nach Dauer und Härte des Winters mit „zwischen 20000 und 50000 Euro“ beziffert. Die Investitionssumme für alle technischen Neuerungen rund um den Stadionrasen belaufe sich auf rund 750000 Euro.

 Um auch bei Schnee und Eis angemessen trainieren zu können, haben die Störche, so Schwenke, dazu noch einmal rund 200000 Euro für einen ultra-modernen Kunstrasenbelag im Nachwuchsleistungszentrum Projensdorf in die Hand genommen. „Wir profitieren dabei von der Erfahrung, die wir in den beiden vergangenen Winterperioden bei Testspielen im dänischen Lögumkloster gesammelt haben“, sagt Schwenke. Der neue Teppich sei, so Platzwart Gerd Jahn, mit weniger Granulat als beim Vorgängermodell versetzt, das erleichtere die Pflege. Dazu werde bei Minusgraden per Düse – ähnlich wie auf Flughäfen – Flüssigsalz aufgetragen. Schwenke: „Diese Kombination bricht auch bei härterem Frost das Eis auf.“

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!