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Holstein Kiel "Störche" im Geestmoor gefordert
Sport Holstein Kiel "Störche" im Geestmoor gefordert
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16:46 21.09.2012
Von Frank Molter
So kämpferisch wie gegen Weiche Flensburg will sich am Sonntag die Gutzeit-Elf in Rehde zeigen. Quelle: Paesler

Mit Frühschoppen und Fußball-Talkrunde stimmen die „Schwarz-Weißen“ ihre Fans am Spieltag bereits ab 10.30 Uhr auf das Duell mit dem nach Vereinsangaben „wohl namhaftesten Gegner in der Regionalliga“ ein. Rund 1000 Zuschauer werden im Stadion an den Waldsportstätten erwartet. Das ist insofern erwähnenswert, da Rehden lediglich 1766 Einwohner zählt. Jedes Jahr im Herbst allerdings erfährt die Region rund um die Samtgemeinde einen immensen Besucheranstieg. Nicht, weil dann der große Bruder Werder Bremen zum Freundschaftsspiel beim BSV auftaucht, sondern wegen der bis zu 40000 Kraniche, die auf ihrem Weg in den Süden einen Zwischenstopp in den hiesigen Naturschutzgebieten einlegen. Kein Wunder, dass sich der BSV den „Vogel des Glücks“ als trompetendes Vereinsmaskottchen sicherte und ihm den Namen „Rehdinho“ verpassten.

Beim Anflug auf die Vierte Liga nutzten die Niedersachsen in der vergangenen Oberliga-Saison die Gunst der Stunde. Neben Goslar, Cloppenburg und Oldenburg sicherten sie sich einen der vier Aufstiegsplätze. Noch vor dem Saisonende kündigte jedoch Trainer Jürgen Stoffregen seinen Abschied an. Grund waren unterschiedliche Ansichten zwischen dem Hannoveraner Ex-Profi und dem Präsidium, unter welchen Voraussetzungen der BSV das Abenteuer Regionalliga angehen sollte.

Sieben Begegnungen liegen nun hinter dem BSV mit Werder-Ex-Profi Francis Banecki und Neu-Trainer Predrag Uzelac. Und wenn es eine Gemeinsamkeit mit dem großen Favoriten aus Kiel gibt, dann die, dass beide Teams noch immer nicht ihren Weg gefunden haben. Nach der Heimniederlage gegen Wilhelmshaven hinken die „Störche“ ihren Ansprüchen hinterher. Rehden hingegen ließ der erfolgreichen Aufholjagd gegen den Bundesliga-Nachwuchs des VfL Wolfsburg (2:2) zuletzt eine 1:4-Abfuhr in Goslar folgen. Der BSV, bei dem der Klassenerhalt Priorität besitzt, gilt zwar als heimstark, konnte von den bisherigen drei Duellen zu Hause aber noch keins gewinnen. Bei den Unentschieden gegen St. Pauli und Oldenburg mangelte es der Uzelac-Elf mit ihrem Oberliga-Torschützenkönig Alexander Neumann (23 Tore) an Kaltschnäuzigkeit.

Holstein-Fans, die mit der Bahn anreisen, brauchen sich im Übrigen keine Sorgen zu machen, im Geestmoor verloren zu gehen. Als Dank für die Unterstützung spendiert das Kieler Team ihren Anhängern einen kostenlosen Shuttlebus für die knifflige Weiterreise vom Bahnhof Diepholz zum Sportplatz nach Rehden (und zurück) inklusive Eintrittskarte.

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