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Nachrichten: Reitsport Groß Rönnau verzichtet vorläufig auf Pferdesteuer
Sport Reitsport Nachrichten: Reitsport Groß Rönnau verzichtet vorläufig auf Pferdesteuer
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22:24 14.07.2015
Von Anne Holbach
 Bügermeisterin Gesche Gilenski im Gespräch mit Dieter Medow, Vorsitzender des Pferdesportverbandes SH. Quelle: Frank Peter
Groß Rönnau

Bürgermeisterin Gesche Gilenski (CDU), die die Steuer angeregt hatte, soll nun zunächst mit den Reitern, Pferdeverbänden und Reitstallbesitzern ins Gespräch über andere Lösungen kommen, um der Verschmutzung öffentlicher Wege Herr zu werden.

Der Saal der Alten Schule war voll. 84 Reiter aus dem Ort und Pferdefreunde aus ganz Schleswig-Holstein waren gekommen, um ihren Protest gegen den Plan, als erste Gemeinde in Schleswig-Holstein die Pferdesteuer einzuführen, zu demonstrieren. „Wir haben auf Protestplakate und Lärm verzichtet“, sagte Birgit Petersen vom Aktionsbündnis Pro Pferd. „Wir sind an Lösungen interessiert und wollen keinen Ärger schüren.“ Aber man wolle Präsenz zeigen und vermitteln, dass eine Pferdesteuer in einem Pferdeland wie Schleswig-Holstein nichts zu suchen habe.

„Wir nehmen die Bedenken der Gemeinde sehr ernst“, sagte Dieter Medow, Vorsitzender des Pferdesportverbandes SH. Wenn es um die Verschmutzung der Wege gehe, wolle er an die Verantwortung der Reiter appellieren. Es müsse auch eine andere Lösung als eine Steuer geben. Er räumte ein: „Wir haben viel übereinander geredet, aber nicht miteinander.“

Bürgermeisterin Gilenski schob den Tagesordnungspunkt Pferdesteuer anfangs zunächst mal nach hinten. Sie fürchtete, dass „die Emotionen hochkochen“, und wollte erst mal gemeindliche Pflichtthemen abarbeiten.

Gilenski betonte, sie sehe es als ihre Aufgabe an, „dass ich auch unangenehme Sachen in Angriff nehme“. Sie wolle eine Einigung finden, die alle glücklich mache: Gemeinde und Reiter, Pferdemädchen, Pferdejungs und Anwohner.

Kritik kam aus den eigenen Reihen. Ein Gemeindevertreter erklärte, sie hätte nicht so vorpreschen und die Steuerpläne öffentlich machen sollen. Es wäre besser gewesen, sich zunächst mit den Reitstallbesitzern zusammenzusetzen. So wird es jetzt geschehen.

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