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Nachrichten: Reitsport Landesturnier verliert seinen Reiz
Sport Reitsport Nachrichten: Reitsport Landesturnier verliert seinen Reiz
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11:16 11.09.2012
Von Jessica Bunjes
Nicht viel los in Bad Segeberg Quelle: jem

Zum 64. Mal hat der Pferdesportverband SH seine Landesmeisterschaften ausgetragen. Im Laufe der Jahre hat sich manches verändert, aber in letzter Konsequenz vieles eben nicht. Matthias Karstens zieht die Fäden, an der Qualität der Plätze wurde gearbeitet, insbesondere der Pagel-Platz hat davon profitiert. „Beste Bedingungen“ attestieren die neuen Titelträger, Alexandra Bimschas (Schenefeld) und Martin Christensen (Wedel) dem Viereck. Für einen Dressur-Kür-Auftritt auf dem Hauptplatz reichte den Dressurreitern die Bodenbeschaffenheit allerdings nicht aus. Was es für alle nicht mehr gab, war eine Überdachung, ein Zelt, in dem Reiter und Zuschauer verweilen konnten. Keine glückliche Neuerung angesichts von zwei Tagen mehr oder minder Dauerregens. Mit einer Beteiligung von 22 Startern am Großen Preis war die Resonanz auf das Hauptspringen mau. Ist das ein Indikator dafür, dass allein „die Ehre“ zumindest für Profis kein überzeugender Grund mehr ist, in Bad Segeberg zu reiten? Denn der Mannschaftswettkampf der Vereine erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.

 Für Mannschaftsweltmeisterin Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) hat es sich gelohnt, nach ihrem Auftritt in London kleinere Brötchen zu backen. Sie nahm die Bronzemedaille der Damen und 2500 Euro Sieggeld im Großen Preis mit nach Hause. Es fehlten also nicht die Top-Reiter – die waren mit dem Olympia-Trio Meyer, Carsten-Otto Nagel und Thomas Voss zugegen. Der Pferdesportverband-SH-Vorsitzende Dieter Medow bemühte sich redlich, um dem Turnier Flair und Ernsthaftigkeit zu verleihen. Diese Bemühungen wiederum machte eine in Teilen nicht landesturniertaugliche Moderation wieder zunichte. Wahre Zuschauer-Ströme blieben aus. Ein Dach und frischen Wind könnte die Traditionsveranstaltung gut gebrauchen.

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