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Nachrichten: Reitsport Ohne Regenjacke ging in Bad Segeberg nichts
Sport Reitsport Nachrichten: Reitsport Ohne Regenjacke ging in Bad Segeberg nichts
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12:44 12.09.2012
Von Jessica Bunjes
Auf Erfolgskurs: Alexandra Bimschas im Sattel von Dick Tracy. Quelle: Otto Kasch-okPress

Mit dem Holsteiner Schimmelhengst Clarimo ist die Amazone gestern in der ersten Wertungsprüfung der Spring-Landesmeisterschaft der Damen bei strömendem Regen Vierte geworden. Gewonnen hat die erste von drei Qualifikationen der 64. Landesmeisterschaft die Hamburgerin Lilly Matthes mit Kolibri´s Lady. Jörg Kreutzmann und Chiclana siegten in der Herren-Konkurrenz.

 Das Parcoursteam hatte, wie es zum Auftakt eines Turniers üblich ist, mit gemütlicher Linienführung und nicht all zu hoch angefangen: „Wir nehmen lieber ein paar Nuller mehr in Kauf bevor wir Stürze riskieren“, erklärt Dirk Langhoff.

 Die Gelegenheit packten in der ersten Herren-Wertung, für die 49 Reiter sattelten, 24 beim Schopfe. Tim Markus (Husberg) war mit einer fehlerfreien, langsamen Runde im Sattel von Cumanito als 25. nicht einmal mehr platziert. Allerdings verfolgt der Profi damit einen klugen Plan, wie Jörg Kreutzmann (Kasseedorf) bestätigt: „Hier gewinnt man nach Fehlern, nicht nach Zeit. Wer „null“ reitet, hat eine gute Ausgangsbasis auf den Titel.“

 Mit seiner pfeilschnellen, neunjährigen Chiclana hat der 44-Jährige eineinhalb Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten heraus geritten, den Mannschaftsweltmeister Carsten-Otto Nagel (Norderstedt) mit Cazaro: „Mit Chiclana kann ich kaum langsam reiten, aber ich versuche, fehlerfrei zu bleiben, dann habe ich eine gute Chance“, verrät der Landesmeister von 1993 seine Strategie. Denn den Titel holen würde er genauso gerne wie Lilly Matthes: „Segeberg war bisher nie mein Turnier, mal sehen ob die gute Serie der Saison hier anhält“, spekuliert die 31-Jährige, die heute noch mal „Vollgas“ geben will. Und Janne? Schmunzelt und schweigt. Gewinnen ist in Bad Segeberg ohnehin nicht alles.

 Während die Springreiter gewissermaßen unter dem Regen hindurch reiten können, haben es die Dressurreiter schon schwerer. Sandra-Ann Wunnerlich (Hamburg) konnte gestern wahrscheinlich kaum mehr den Boden unter den Hufen von Donington Park erkennen, so gegossen hat es während ihrer Vorstellung im Kurz Grand Prix. Die Studentin rutsche mit dem neunten Rang knapp aus der Platzierung, die von Alexandra Bimschas (Boostedt) mit Dick Tracy angeführt wird. Die Herrenwertung führt der gebürtige Däne Martin Christensen (Wedel) mit Anatol an.

 Zweimal hat es in Bad Segeberg für die Siegerin im nationalen Grand Prix von Neumünster schon zum Titel gereicht. Im Vorjahr fuhr Alexandra Bimschas als Vize-Meisterin nach Hause.

 In diesem Jahr stand die Berufsreiterin aus Boostedt in der ersten Wertung der Dressur-LM ganz oben: „Tracy ist gut drauf, macht immer seinen Job und wir kennen uns in und auswendig – es war recht entspannt heute“, sagt die zufriedene Tagessiegerin, die im strömenden Regen Passagen und Piaffen zeigte. „Die Verhältnisse waren trotz des Wetters in Ordnung“, urteilte Bimschas In der Prüfung, in der Damen und Herren gemeinsam reiten, aber in der Endabrechnung getrennt gewertet werden, sind nur 15 Reiter angetreten. „Es ist traurig dass das Feld der Grand Prix Reiter im Norden so dünn gesät ist“, bedauert Bimschas, die zugibt, „immer auf Sieg“ zu reiten und die Meisterschärpe fest im Blick zu haben.

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