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Segelsport Quartett fischte Kieler-Woche-Gold
Sport Segelsport Quartett fischte Kieler-Woche-Gold
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20:30 24.06.2015
Justus Schmidt (links) und Max Boehme jubeln über ihren Kieler-Woche-Sieg im 49er. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Zwei Silber- und eine Bronze-Medaille rundeten die Sammlung der DSV-Crews ab.

Paul Kohlhoff und Carolina Werner aus Kiel krönten in der Nacra-Klasse ihren an sich schon vor dem letzten Rennen feststehenden Erfolg mit einem Tagessieg. Laser-Segler Tobias Schadewaldt aus Oldenburg machte es ihnen mit einer respektablen Aufholjagd nach. Von ihrem Polster zehrten Justus Schmidt und Max Boehme. Das Kieler Duo behauptete sich gegen die Sparringspartner Erik Heil/Thomas Plößel. Die Vorjahressieger entschieden ihrerseits das Match um Platz zwei gegen die dänischen Trainingskollegen Jonas Warrer (Olympiasieger 2008)/Anders Thomsen für sich.

Am letzten Wettkampftag standen mit den Medalraces die Abschlüsse der olympischen Klassen auf dem Programm. Bei schwierigen Winden mit zahlreichen Böen und Drehern mussten sich die Crews nochmal so richtig reinhängen. Danach gab es strahlende Sieger und einen Riesen-Pechvogel.

Den dicksten Coup landete zweifellos Heiko Kröger. Der Paralympics-Goldmedaillist von Sydney 2000 schob sich in den letzten drei Rennen mit zwei Tagessiegen und einem zweiten Platz noch am Norweger Björnar Erikstad vorbei zu seinem achten KiWo-Titel. „Ich hatte immerhin sechs Punkte Rückstand“, freute sich Kröger hernach und gestand ein: „Die Bedingungen haben mir eindeutig in die Karten gespielt. Heute war ich schnell und hoch am Wind unterwegs.“ Das Glück blieb ihm bis zur Ziellinie treu. „Da ist mir ein Beschlag um die Ohren geknallt. Die nächste Kreuz hätte ich schon nicht mehr segeln können. Es hat also alles ganz gut gepasst.“

Für Schmidt/Boehme und Kohlhoff/Werner war es der jeweils erste Kieler-Woche-Sieg. Werner freute sich auch darüber, „endlich mal wieder auf unserem Heimatrevier gesegelt zu haben“. Kohlhoff blieb im Erfolg bescheiden: „Gewinnen ist schön. Aber das Feld war natürlich kein Maßstab. Bei uns war es auch heute wieder ganz schön holprig.“ „Wir sind froh, dass wir das geschaukelt haben“, gab Justus Schmidt nach einem fünften Platz im Abschlussrennen „mit ein, zwei Fehlern“ zu Protokoll. Sein 49er-Vorschoter Max Boehme behauptete: „Eigentlich hatten wir aber die ganze Zeit über das Gefühl, die Lage im Griff zu haben.“

Tobias Schadewaldt hatte schon 2011 und 2012 zusammen mit Hannes Baumann vor Kiel im 49er gewonnen und trat nun die Nachfolge von Philipp Buhl an, der im Vorjahr den Hattrick im Laser geschafft hatte. Vor dem Flug zur Laser-WM in Toronto sagte Schadewaldt: „Ich bin total stolz und zufrieden, hier gewonnen zu haben. Das war mehr als nur gutes Training.“

Bei den 49erFX verwies das niederländische Mixed-Team Annemiek Bekkering/Daniel Bramervaer die drei deutschen Topcrews auf die Plätze. Leonie Meyer/Elena Stoffers (Hamburg) holten Silber vor Jule und Lotta Görge (Kiel).

Von Ralf Abratis und Jens Kunkel

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