Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Segelsport Dickschiffsegeln in all seinen Facetten
Sport Segelsport Dickschiffsegeln in all seinen Facetten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:58 22.06.2015
Von Ralf Abratis
Zufriedene Gesichter auf der „Xen“: Auf der XP 38 lief es gestern richtig trotz schwieriger Wetterbedingungen richtig rund. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Mit bis zu 27 Knoten blies es in der Vorstartphase der ersten Wettfahrt über den Stollergrund. Christensen berichtete weiter: „Sonne, Regen, Wind. Es hat richtig geballert. Die wirkliche Herausforderung war es, rechtzeitig zum Start an die Linie zu kommen.“ Das schafften nicht alle Schiffe. Nach einer Kollision mit der „Hoppetosse“ (Jörg Hiller/Schilkseer Yacht-Club) war der Segeltag für die „Solconia“ (Gerd Schneider/Hamburger SC) in der ORC-III früh beendet – „ohne Personenschaden“ sagte der oberste Wettfahrtchef Dirk Ramhorst und ergänzte: „Viele Crews waren auf deutlich leichteren Wind eingestellt und hatten entsprechende Probleme mit ihrem Material.“

 Mit dem Wind baute sich auf der Bahn auch schnell eine muntere Welle auf. „Es kam darauf an“, so Christensen, „die Dreher zu lesen. Das konnte dich schnell weit nach vorn oder nach hinten bringen, und irgendwann war dann die Tür zu.“ Er steuerte die „Xen“ mit den Rängen zwei, eins, eins an die Spitze der Gesamtwertung in der ORC II.

 Sogar mit komplett makelloser Weste kehrte Kai Mares in den Hafen zurück. Dreimal passierte die „Immac All4One“ als erste Jacht in der großen ORC-Kategorie die Ziellinie. „Drei Erste auf dem Zettel. Ein tolles Ergebnis. Auch eine Bestätigung für das Nachwuchsförderungsprogramm, für das unser Boot steht.“ Für Mares und sein Team, in dem Teens und Twens stecken, kam es aber nicht nur auf das reine Ergebnis an: „So ein 50-Fuß-Schiff zu segeln, ist an sich schon ganz schön kompliziert. Da guckst du bei solchen Bedingungen auch immer erst einmal danach, dass nichts kaputt geht.“

 Während er gut Lachen hatte, sprach ORC-I-Konkurrent Thomas Jungblut von einem „schwarzen Tag“ auf der „El Pocko“: „Gleich beim ersten Start wurden wir abgedrängt und mussten halsen. In den beiden anderen Rennen sind wir ganz flotte Starts gefahren, haben dann aber doch immer wieder den Anschluss verloren.“ Die „El Pocko“ verglich er mit einem „wilden Mustang“. Das Vertrauen ins Boot scheint begrenzt. Dem bockigen Mustang droht zwar nicht der Abdecker. Doch Jungblut kündigte an: „Nach der Europameisterschaft in Estland wird das Boot verkauft. Definitiv.“

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Lokale Wetterzellen haben im Regattaprogramm der olympischen Klassen vom Montag zwar auf das Tempo gedrückt, den Ablauf aber nicht wirklich gestört. „Unser Konzept ist aufgegangen“, freute sich Organisationsleiter Dirk Ramhorst, dass seine Wettfahrtleitungen die Bahnen schnell aufgebaut und die Klassen über den Kurs geschickt hatten.

KN-online (Kieler Nachrichten) 22.06.2015

Sie sind die Stars der Kieler Innenförde, die 12mR-Jachten, die bis Montag ihre Kieler Woche Trophy als Vorbereitung auf die Europameisterschaften in der Flensburger Förde ausgetragen haben.

Sonja Paar 22.06.2015

Zum traditionellen Journalisten-Frühstück zur Kieler Woche gaben sich Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Hamburgs Innensenator Michael Neumann und SH-Innenminister Stefan Studt mit deutlichen Worten optimistisch, dass das Konzept für 2024 Begeisterung auslöst.

Ralf Abratis 22.06.2015