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Segelsport Der Kronprinz nimmt Kurs auf Olympia
Sport Segelsport Der Kronprinz nimmt Kurs auf Olympia
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14:17 23.06.2018
Von Niklas Schomburg
Immer vorn dabei: der Brite Ed Wright. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

Grund dafür ist die starke Konkurrenz aus dem eigenen Lager. „Wir haben in Großbritannien eine sehr große und ruhmreiche Finn-Geschichte, und ich bin stolz, ein Teil davon zu sein“, sagt Wright.

Kronprinz hinter "King Ben"

Doch für ihn persönlich birgt das auch eine gewisse Tragik: Bis 2012 duellierte er sich im British Sailing Team mit Sir Ben Ainslee, der ihm drei Mal das Olympiaticket wegschnappte und bei den Spielen jeweils Gold holte. Als „King Ben“ die olympische Karriere an den Nagel hing, trat Giles Scott auf den Plan, fuhr nach Rio und gewann Gold.

Auch für 2020 liefern sich wieder mehrere Top-Segler ein Rennen um den Start in Tokio. „Es ist gut, so viel Konkurrenz zu haben“, sagt er. „Andernfalls wären wir Briten im Finn nicht so stark.“

Neuer Anlauf auf Olympia

Wright scheint damit im Reinen zu sein. Schattendasein, Kronprinz, Unvollendeter – seine Antwort darauf heißt: „Ich versuche es wieder.“ Die Kampagne für 2020 läuft, bei den Regatten in Enoshima wäre er 42. „Ich habe die EM und die WM gewonnen, Olympia fehlt. Dabei zu sein wäre großartig“, sagt Wright.

Auch mit 40 Jahren kann der Ausnahmeathlet bei den „starken Jungs“ in der anstrengenden Finn-Klasse mehr als nur mithalten, nach drei Tagen bei der Kieler Woche ist er Zweiter – mit einem Punkt Rückstand auf den 13 Jahre jüngeren Neuseeländer Andrew Maloney. „Ich bin immer noch kräftig, das klappt ganz gut“, sagt er. „Die Rennen hier waren fantastisch. Hoffentlich kann ich da weitermachen, wo ich heute aufgehört habe.“

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